Kaiseraugst — Birsfelden, Hard • BL

Auf dem Uferweg zum Baselbieter Hardwald

Der Wald bietet Erholungsraum, spendet Schatten, reinigt die Luft und ist der Lebensraum vieler Arten. Diese Funktionen zu erfüllen, wird mit der zunehmenden Trockenheit und den steigenden Temperaturen immer schwieriger – der Wald ist gestresst. Auch der Hardwald zwischen Muttenz und Birsfelden leidet seit 2018 unter erheblichen Trockenschäden. Die grüne Insel – umringt von Industrie, Rhein und Autostrasse – ist das Ziel dieser stadtnahen Wanderung. Im Hardwald kann beobachtet werden, was unternommen wird, damit auch künftige Generationen den Wald geniessen können. Auf einer Versuchsfläche hat der Forstbetrieb sogenannte zukunftsfähige Baumarten gepflanzt. Anhand dieser Testpflanzung untersucht die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL während 30 bis 50 Jahren, wie die Bäume mit dem sich ändernden Klima zurechtkommen. Wer selbst begutachten möchte, wie die jungen Pflänzchen gedeihen, und den Waldbesuch mit einer Uferwanderung kombinieren will, macht sich in Kaiseraugst in Richtung Basel auf den Weg. Gleich zu Beginn, wenige Minuten vom Bahnhof entfernt, ist das Gemäuer des Kastells Kaiseraugst mitten im Quartier zu bestaunen. Es zählt zu den wichtigsten heute noch sichtbaren Baudenkmälern der römischen Koloniestadt Augusta Raurica. Von der Schifflände Kaiseraugst führt der Uferweg auf einem schmalen, grünen Gürtel in Richtung Basel. Vorbei an Bootsstegen, blühenden Promenaden und via Wasserkraftwerk Augst entlang von Fischer- und Ferienhäuschen und durch bewaldete Abschnitte. Bei Schweizerhalle weicht die Natur den Kränen und Industriearealen, bis nach einem kurzen Abschnitt an der Hauptstrasse die Abzweigung in den Hardwald folgt, wo die Jungpflanzen langsam, aber stetig zu einer neuen Generation Wald heranwachsen.

Information

Hotel Restaurant Waldhaus beider Basel, Birsfelden, 061 313 00 11, waldhausbeiderbasel.ch

Wanderung Nr. 2244

Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Nathalie Stöckli

Wanderroute

Kaiseraugst
0:00
0:00
Kaiseraugst Schifflände
0:05
0:05
Schweizerhalle
1:10
1:05
Waldhaus
1:55
0:45
restaurant
accommodation
Birsfelden, Hard
2:15
0:20
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Zu den Lössböden bei Basel Nr. 2368
Allschwil, Dorf — Basel, Neubad • BL

Zu den Lössböden bei Basel

Die Nordwestschweiz mit dem Baselbiet blieb während der Eiszeiten immer eisfrei. Doch auch hier gibt es Spuren der Eiszeit: der gelbliche Lössboden im Untergrund. Während der Eiszeiten und beim Rückzug der Gletscher verfrachteten Winde riesige Mengen an Gesteinsmehl aus den Gletschervorfeldern in die Region um Basel. Der sogenannte Löss besteht vor allem aus Kalk- und Tonmineralien und sehr feinen Quarzsandkörnern. Aus diesen Lössablagerungen entwickelten sich sehr fruchtbare Böden, die gut Wasser speichern und von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden können. Von der Tramhaltestelle in Allschwil sind es dem Mülibach entlang nur wenige Schritte von der Stadt aufs Land. Durch farbigen Herbstwald und an abgeernteten Feldern vorbei führt der Wanderweg durch das beschauliche Mülital und dann zur Anhöhe bei Ziegelhof. Durch farbigen Buchenwald geht es hinunter zum Dorenbach. Wer Lössboden sehen möchte, verlässt bei Herzogematt den offiziellen Wanderweg und folgt einem kleinen Pfad zu den Teichen. Schon nach wenigen Schritten ist am Wegrand der gelbliche Untergrund zu sehen. Nach einer Schlaufe am Aussichtsturm vorbei zurück zum offiziellen Wanderweg geht es weiter dem Dorenbach entlang Richtung Basel.
Frühlingspfad am St. Alban-Teich in voller Blüte Nr. 2316
Münchenstein — Basel, Kunstmuseum • BS

Frühlingspfad am St. Alban-Teich in voller Blüte

Von Münchenstein geht es entlang des Birsufers los. Bald staut sich die Birs, da sie zur Gewinnung von Elektrizität und zur Speisung des St. Alban-Teichs genutzt wird. Wenn man dem «Dalbedyych» folgt – der Weg ist nicht als Wanderweg markiert –, gelangt man zwischen den Seelein des Parks im Grünen hindurch zum historischen Hofgut Brüglingerhof. Schon bald führt der Uferpfad in die Merian Gärten, wo einen die grösste historische Iris-Sammlung Europas empfängt. In allen Farben leuchten hier die Schwertlilien. Kurz darauf erreicht man den künstlichen Kanal erneut: Vor fast 900 Jahren angelegt, trieb er einst die Mühlen Basels an. Seine Wasserkraft speiste die Papierproduktion und machte die Stadt im 15. Jahrhundert zum Zentrum des frühen Buchdrucks und des Humanismus. Moosbewachsene Ufer-mauern und uralte Bäume säumen den Weg, der im Übrigen laufend naturnaher gestaltet wird. Nach dem Schwarzpark mit seinen Damhirschen erreicht man den historischen Stadtteil Basel St. Alban. Zwi-schen alten Sandsteinmauern verschwindet das Wasser im klappernden Mühlenrad. Hier lässt man die Wanderung am Rhein ausklingen und blickt auf eine abwechslungsreiche Stadtwanderung voller Farben, Düfte und Geschichte zurück.
Vom Reussufer zum Erdmannlistei Nr. 2289
Rottenschwil, Hecht — Waltenschwil, altes Schulhaus • AG

Vom Reussufer zum Erdmannlistei

Der Erdmannlistei ist der Höhepunkt dieser gemütlichen Herbstwanderung. Er befindet sich auf einem Moränenwall mitten im Wald zwischen Wohlen AG und Bremgarten und besteht aus drei mächtigen Findlingen, die aufeinander gelagert ein Kunstwerk der Natur bilden. Die Felsblöcke stammen aus dem Aaremassiv und wurden vor Jahrtausenden von Aare- und Reussgletscher bis ins Mittelland transportiert. Die Wanderung beginnt am Rande von Rottenschwil, direkt bei der Stilli Rüss, dem am besten erhaltenen Flussaltwasser der Schweiz. Wer will, dreht hier eine kleine Erkundungsrunde, bevor die eigentliche Wanderung beginnt. Diese führt mitten in den Auenschutzpark Aargau hinein. Auf einem Schotterweg führt die Wanderung zunächst auf einem Damm entlang dem Flachsee. Vogelbeobachtende kommen in diesem Zugvogelreservat voll auf ihre Kosten und sollten den Feldstecher nicht vergessen. Zur Rechten wiegt das Schilf, zur Linken breiten sich Riedwiesen, Altläufe und Weiher aus. Bei Hermetschwil lohnt sich ein kurzer Abstecher hinauf zum Benediktinerinnenkloster St. Martin, das noch heute von neun Schwestern bewohnt wird. Auf einem Naturpfad geht es entlang der Reuss weiter – das Laub raschelt, die Sonne blinzelt durch das herbstliche Blätterdach. Die Luft surrt vom Vogelgezwitscher, ein Silberreiher hockt am gegenüberliegenden Flussufer. In Bremgarten West passiert man den Bahnhof und folgt der Signalisation durch das Quartier, bevor man in den Wald eintaucht. Über Wurzelwege gewinnt man sanft an Höhe. Schliesslich trifft man auf den imposanten Erdmannlistei und zahlreiche Feuerstellen. Kurz darauf verlässt man den offiziellen Wanderweg und folgt den Wegweisern Richtung Freiämter Sagenweg, der hinter dem idyllischen Waldweiher Cholmoos beginnt. Vorbei an einem Damhirschgehege, wandert man schliesslich ins beschauliche Dorf Waltenschwil, wo die Wanderung endet.
Von der Römerstadt ins Erlebnisbad Nr. 0473
Augst — Aquabasilea, Pratteln • BL

Von der Römerstadt ins Erlebnisbad

Von Augusta Raurica, der grössten archäologischen Freilichtanlage der Schweiz, führt die Wanderung ins 2010 eröffnete Aquabasilea in Pratteln ‑ eine unterhaltsame Kombination aus Geschichte und Spass vor den Toren der Stadt Basel. Der Besuch in Augusta Raurica ist eine Zeitreise zurück in die Antike, warten doch viele Monumente einer einstigen römischen Stadt auf entdeckungsfreudige Kinder. Blickfang ist das Theater, das einst Platz für rund 8000 Zuschauer bot. Im Römermuseum bestaunen die Besuchenden den Silberschatz von Kaiseraugst und im Römerhaus die typischen, bunt bemalten Räume wie Küche, Bad und Bankettsaal. Nebenan tummeln sich im römischen Haustierpark Perlhühner, kleinwüchsige Rinder und sogar wollhaarige Weideschweine. «Familien willkommen» heisst es jährlich bei spannenden Angeboten für die ganze Familie. Die Kinder freuen sich, sie dürfen töpfern, Brot backen wie die Römer, bei Ausgrabungen mitmachen oder römische Spielnachmittage besuchen. Nach dem Rundgang wird gewandert, ganz flott geht es hinüber nach Pratteln, der Bahnlinie entlang und über die Autobahn. Viel Industrie liegt am Weg, aber wen stört das schon? Ab dem Bahnhof von Pratteln fährt ein kostenloser Shuttlebus bis zum neuen Erlebnisbad Aquabasilea, und dann heisst es: Bahn frei! Sieben Wasserrutschbahnen sorgen für reichlich Action. Zwischen Wellenbad, Wildbach und Wasserfall saust man auf Reifen hinab, bei den Black‑Hole‑Rutschbahnen begeben sich Mutige in die Dunkelheit, derweil sich Tempobegeisterte auf der grünen Turborutsche in die Tiefe stürzen. Steigerung ist dann nur noch die Farbe Gelb: Die 16‑Meter‑Freifallrutsche wäre selbst für römische Legionäre eine echte Mutprobe.

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Basel-Landschaft Nordwestschweiz Wanderung Sommer Nachmittagswanderung Uferwanderung tief T1

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