Basel Dreispitz
— Basel SBB
• BS
374 n. Chr. taucht der Name Basilia erstmals auf. Der römische Kaiser Valentinian liess in der heutigen Kleinbasler Altstadt ein Munimentum errichten, eine Kleinfestung zur Sicherung der Grenze. Rund um die Rheingasse wurden Gegenstände aus dieser Zeit gefunden, spätrömisches Tafelgeschirr etwa, als «Argonnensigillata» bezeichnete Keramik. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite befand sich auf dem Münsterhügel die mit einer Umfassungsmauer geschützte römische Siedlung.
Die Wanderung zu den römischen Wurzeln Basels verläuft quer durch die Stadt und beginnt bei den Merian Gärten, einem riesigen Park mit verschiedenen Grünanlagen wie dem Rhododendrontal. Nach dieser farbenprächtigen Oase pulsiert das Leben am St. Jakob-Park. Das grösste Fussballstadion der Schweiz ist Heimat des FC Basel – an den Betonmauern, die man entlang des Flusses Birs passiert, hat manch einer seine Liebe zum Fussballverein verewigt. Die Birs trennt Basel von Birsfelden und den Kanton Basel-Stadt von Basel-Landschaft. Ihr Ufer gestaltet sich überraschend naturnah, manch lauschiger Rastplatz lockt. Am Birsköpfli trifft die Birs auf den Rhein, ihm folgt man bis zur Wettsteinbrücke. Mit bester Aussicht aufs Münster gehts über den Fluss nach Kleinbasel und in die Rheingasse.
Die Mittlere Rheinbrücke führt zurück nach Grossbasel zur Schifflände. Unweit des Münsters, dem Wahrzeichen Grossbasels, können Reste der römischen Umfassungsmauer besichtigt werden, bevor es durchs belebte Zentrum via Marktplatz, Barfüsserplatz, Heuwaage und Zoo bis zu den Türen der historischen Markthalle weitergeht. Hier laden Essensstände aus aller Welt zu einem kulinarischen Abschluss der Tour ein. Der Bahnhof SBB ist dann nicht mehr weit.
Auf dieser Wanderung empfiehlt es sich, die Route mittels QR-Code auf der Rückseite in der Swisstopo-App anzuzeigen und für die Navigation zu nutzen. Im Farbenmeer der Grossstadt gehen die Wanderwegweiser schnell unter.