Allschwil, Dorf — Basel, Neubad • BL

Zu den Lössböden bei Basel

Die Nordwestschweiz mit dem Baselbiet blieb während der Eiszeiten immer eisfrei. Doch auch hier gibt es Spuren der Eiszeit: der gelbliche Lössboden im Untergrund. Während der Eiszeiten und beim Rückzug der Gletscher verfrachteten Winde riesige Mengen an Gesteinsmehl aus den Gletschervorfeldern in die Region um Basel. Der sogenannte Löss besteht vor allem aus Kalk- und Tonmineralien und sehr feinen Quarzsandkörnern. Aus diesen Lössablagerungen entwickelten sich sehr fruchtbare Böden, die gut Wasser speichern und von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden können. Von der Tramhaltestelle in Allschwil sind es dem Mülibach entlang nur wenige Schritte von der Stadt aufs Land. Durch farbigen Herbstwald und an abgeernteten Feldern vorbei führt der Wanderweg durch das beschauliche Mülital und dann zur Anhöhe bei Ziegelhof. Durch farbigen Buchenwald geht es hinunter zum Dorenbach. Wer Lössboden sehen möchte, verlässt bei Herzogematt den offiziellen Wanderweg und folgt einem kleinen Pfad zu den Teichen. Schon nach wenigen Schritten ist am Wegrand der gelbliche Untergrund zu sehen. Nach einer Schlaufe am Aussichtsturm vorbei zurück zum offiziellen Wanderweg geht es weiter dem Dorenbach entlang Richtung Basel.

Information

Hotel Rössli, Allschwil, 061 486 96 96, roessli-allschwil.ch

Wanderung Nr. 2368

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Allschwil, Dorf
0:00
0:00
Mühlematt
0:25
0:25
Ziegelhof
0:45
0:20
Herzogematt
1:05
0:20
Herzogematt
1:35
0:30
Basel, Neubad
2:00
0:25
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Frühlingspfad am St. Alban-Teich in voller Blüte Nr. 2316
Münchenstein — Basel, Kunstmuseum • BS

Frühlingspfad am St. Alban-Teich in voller Blüte

Von Münchenstein geht es entlang des Birsufers los. Bald staut sich die Birs, da sie zur Gewinnung von Elektrizität und zur Speisung des St. Alban-Teichs genutzt wird. Wenn man dem «Dalbedyych» folgt – der Weg ist nicht als Wanderweg markiert –, gelangt man zwischen den Seelein des Parks im Grünen hindurch zum historischen Hofgut Brüglingerhof. Schon bald führt der Uferpfad in die Merian Gärten, wo einen die grösste historische Iris-Sammlung Europas empfängt. In allen Farben leuchten hier die Schwertlilien. Kurz darauf erreicht man den künstlichen Kanal erneut: Vor fast 900 Jahren angelegt, trieb er einst die Mühlen Basels an. Seine Wasserkraft speiste die Papierproduktion und machte die Stadt im 15. Jahrhundert zum Zentrum des frühen Buchdrucks und des Humanismus. Moosbewachsene Ufer-mauern und uralte Bäume säumen den Weg, der im Übrigen laufend naturnaher gestaltet wird. Nach dem Schwarzpark mit seinen Damhirschen erreicht man den historischen Stadtteil Basel St. Alban. Zwi-schen alten Sandsteinmauern verschwindet das Wasser im klappernden Mühlenrad. Hier lässt man die Wanderung am Rhein ausklingen und blickt auf eine abwechslungsreiche Stadtwanderung voller Farben, Düfte und Geschichte zurück.
Auf dem Uferweg zum Baselbieter Hardwald Nr. 2244
Kaiseraugst — Birsfelden, Hard • BL

Auf dem Uferweg zum Baselbieter Hardwald

Der Wald bietet Erholungsraum, spendet Schatten, reinigt die Luft und ist der Lebensraum vieler Arten. Diese Funktionen zu erfüllen, wird mit der zunehmenden Trockenheit und den steigenden Temperaturen immer schwieriger – der Wald ist gestresst. Auch der Hardwald zwischen Muttenz und Birsfelden leidet seit 2018 unter erheblichen Trockenschäden. Die grüne Insel – umringt von Industrie, Rhein und Autostrasse – ist das Ziel dieser stadtnahen Wanderung. Im Hardwald kann beobachtet werden, was unternommen wird, damit auch künftige Generationen den Wald geniessen können. Auf einer Versuchsfläche hat der Forstbetrieb sogenannte zukunftsfähige Baumarten gepflanzt. Anhand dieser Testpflanzung untersucht die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL während 30 bis 50 Jahren, wie die Bäume mit dem sich ändernden Klima zurechtkommen. Wer selbst begutachten möchte, wie die jungen Pflänzchen gedeihen, und den Waldbesuch mit einer Uferwanderung kombinieren will, macht sich in Kaiseraugst in Richtung Basel auf den Weg. Gleich zu Beginn, wenige Minuten vom Bahnhof entfernt, ist das Gemäuer des Kastells Kaiseraugst mitten im Quartier zu bestaunen. Es zählt zu den wichtigsten heute noch sichtbaren Baudenkmälern der römischen Koloniestadt Augusta Raurica. Von der Schifflände Kaiseraugst führt der Uferweg auf einem schmalen, grünen Gürtel in Richtung Basel. Vorbei an Bootsstegen, blühenden Promenaden und via Wasserkraftwerk Augst entlang von Fischer- und Ferienhäuschen und durch bewaldete Abschnitte. Bei Schweizerhalle weicht die Natur den Kränen und Industriearealen, bis nach einem kurzen Abschnitt an der Hauptstrasse die Abzweigung in den Hardwald folgt, wo die Jungpflanzen langsam, aber stetig zu einer neuen Generation Wald heranwachsen.
Familienwanderung durch Basel Nr. 2102
Basel, Schifflände — Basel, Lange Erlen • BS

Familienwanderung durch Basel

Familienwandern in der Stadt geht auch. Zum Beispiel in Basel. Auf dieser Route jagen sich die Höhepunkte einer nach dem anderen. Bereits zu Beginn steigt man in die Vogel-Gryff-Fähre, auch Klingental-Fähre genannt, und legt ab Richtung Kleinbasel. Auf dem Rhein ist viel los, von Ausflugsbooten bis zu riesigen Frachtschiffen ist allerhand zu sehen. Am anderen Ufer wandert man rheinabwärts, trifft erst auf den mächtigen Hafenkran, wenig später auf das rote britische Leuchtturmschiff, das hier gestrandet ist und heute als Kulturzentrum dient. Das Schiff wie die Buvette unter dem Kran laden zu einem Halt ein, genauso wie zahlreiche kreative Buden, die auf dem angrenzenden Zwischennutzungsareal Klybeckquai an lauen Sommerabenden Apéros und mehr anbieten. Die Kinder können auf ausgedienten Bahngleisen gehen, bequemer auch auf dem Asphalt. Der Weg ist nun gesäumt von edlen Flussschiffen, aber auch von kleinen Ausflugsbooten. Bald ist die Halbinsel und an deren Ende das Dreiländereck erreicht. Es geht wieder zurück und kurz danach am Hafenbecken 1 vorbei: Kaum zu glauben, dass sich hier einmal eine zauberhafte Auenlandschaft erstreckt hat, bevor 1922 das Hafenbecken eröffnet wurde. Ab hier folgt die Wanderung dem Flussbett der Wiese, die Dammpromenade unterquert zahlreiche Brücken von Autobahn und Zug, bevor mit der Langen Erle ein idyllischer Abschnitt beginnt. Durch einen Seiteneingang gelangt die Familie in den Tierpark Lange Erlen, der Eintritt ist gratis, und einkehren kann man auch. Die Wanderung eignet sich auch für Familien mit Kinderwagen.
Seltene Tulpen im Baselbiet Nr. 0769
Oberwil, Hüslimatt — Basel, Neuweilerstrasse • BL

Seltene Tulpen im Baselbiet

Ab Mitte März bis Anfang April blühen auf dieser Wanderung zahlreiche Weinbergtulpen: Um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, muss man allerdings etwas Glück haben. Der Weg zum Tulpenmeer beginnt an der Tramhaltestelle in Oberwil. Schon wenige Minuten später ist man im Grünen und folgt dem Wasserlauf der kleinen Birsig. Schon von Weitem leuchten am Ufer im Gebüsch die ersten gelben Weinbergtulpen. In den Rebbergen am Bernhardsberg, in den Wiesen und zwischen den Sträuchern blühen sogar Hunderte von Weinbergtulpen. Als mediterrane Art bevorzugt diese Tulpe warme, sonnige Lagen mit wenig Bodenbewuchs. Bei uns findet sie diese Bedingungen fast nur noch in Rebbergen. Auf der Anhöhe oberhalb des Weinbergs öffnet sich der Blick ins Leymental und auf den bewaldeten Höhenzug des Blauen. Auf dem Bielhübel führt die Wanderung an blühenden Kirschbäumen vorbei, und auch der Raps beginnt bereits gelb zu leuchten. Unterwegs lohnt sich immer wieder ein Blick in den Himmel, denn mit etwas Glück kann man elegante grosse, weiss‑schwarze Segler beobachten: Störche. Bei ihnen handelt es sich nicht nur um die Störche aus dem Basler Zoo, die auf den Feldern um Oberwil auf Nahrungssuche sind, sondern auch um Störche, die aus ihrem Überwinterungsgebiet in Afrika zurückgekehrt sind. Nach dem Paradieshof taucht der Wanderweg in ein kleines Tälchen, schlängelt sich um die Buchen und folgt über mehrere Stege dem Lauf des Baches ins Naturschutzgebiet Herzogenmatt. Dem Dorenbach entlang geht es weiter Richtung Allschwiler Weiher und bald erreicht man den Stadtrand von Basel.

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Basel-Landschaft Nordwestschweiz Wanderung Sommer Winter Nachmittagswanderung Uferwanderung für Familien tief T1

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