• Ein Blick zurück lohnt sich: tolle Aussicht vom Margel auf Thunersee, Niesen und die Berner Alpen. Bilder: Markus Ruff

    Ein Blick zurück lohnt sich: tolle Aussicht vom Margel auf Thunersee, Niesen und die Berner Alpen. Bilder: Markus Ruff.

  • Der Aussichtsturm auf der Blueme mit Brätlistelle.

    Der Aussichtsturm auf der Blueme mit Brätlistelle..

    Tschingel ob Gunten, Dorf — Heiligenschwendi, Reha Z. • BE

    Auf der Sonnenterrasse über dem Thunersee

    Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in weiten Teilen der heutigen Schweiz ein ausgeklügeltes Alarmsystem. Auf von Weitem sichtbaren Anhöhen standen sogenannte Hochwachten, auch Chutzen genannt. Sie dienten dazu, mit Feuer oder Rauch Meldungen rasch weitergeben zu können, um die Bevölkerung zu warnen. Die Blueme war eine dieser Hochwachten, von hier wurden Meldungen beispielsweise zum 30 Kilometer entfernten Bantiger in der Nähe von Bern weitergegeben. Die Anhöhe war früher beweidet und deshalb unbewaldet. Heute kann man nur dank dem 1984 erbauten Turm, der die Wipfel nur noch knapp überragt, die Aussicht in die Berner Alpen geniessen. Die Wanderung beginnt in Tschingel, einem der sonnenverwöhnten kleinen Dörfer auf der Terrasse über dem Thunersee. Der erste Abschnitt führt schnurgerade und sehr steil über Kuhweiden und Blumenwiesen bis zum Margel. Hier wird man sich nach der grossen Anstrengung gerne auf dem Bänkli ausruhen und die Aussicht über den Thunersee in die Berner Alpen geniessen. Nach der Tschingelallmi führt die Route auf einem holprigen Forstweg durch einen zauberhaften Wald. Hochstämmige Fichten ragen aus einem knallgrünen Teppich aus Heidelbeersträuchern, zwischendurch stehen moosbewachsene Baumstrünke. Am Fuss des Aussichtsturms stehen perfekt eingerichtete Grillstellen zum Bräteln bereit. Der Abstieg führt zuerst über einen Forstweg, dann folgt ein Stück auf einem steilen, verwurzelten Pfad zur Wolfsgrube. Weiter geht es auf der Forststrasse, wo nach rund zehn Minuten ein Treppenweg zum Reha Zentrum Heiligenschwendi abzweigt.

    Information

    «Tschingel ob Gunten, Dorf» erreicht man mit dem Bus ab Thun mit Umsteigen in Oberhofen oder Sigriswil. Von «Heiligenschwendi, Reha Zentrum» fährt ein Bus nach Thun.

    Selbstbedienungsrestaurant «malZeit» im Reha Zentrum Heiligenschwendi, täglich geöffnet.

    Wanderung Nr. 1576

    Publiziert 2019 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Markus Ruff

    Tschingel ob Gunten, Dorf
    0:00
    0:00
    Margel
    0:45
    0:45
    fireplace
    Tschingelallmi
    1:05
    0:20
    Blueme
    1:35
    0:30
    fireplace
    Wolfgruebe
    1:55
    0:20
    Heiligenschwendi, Reha Z.
    2:15
    0:20

    Wandervorschläge

    Durch die kühle Cholereschlucht Nr. 2313
    Hünibach, Seematte — Steffisburg, Bösbach • BE

    Durch die kühle Cholereschlucht

    Der Startpunkt dieser abwechslungsreichen Wanderung liegt in Hünibach. Von dort führt der Weg zunächst durch ein kleines Wäldchen in Richtung Cholereschlucht. Kaum betritt man den Eingang zur Schlucht, sorgt ein frischer Luftzug für Abkühlung – eine Wohltat, besonders an warmen Sommertagen. Die Cholereschlucht begeistert mit ihren rauschenden Wasserfällen, den sprudelnden Bächlein und der beinahe exotisch anmutenden Kulisse. Der teilweise steile Aufstieg fällt dank des kühlen Klimas und der eindrucksvollen Natur leichter. Unterwegs laden mehrere Rastplätze ein, kurz innezuhalten und die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Nach dem Anstieg gelangt man über eine Strassenquerung ins idyllische Dorf Goldiwil. Von hier aus beginnt der Abstieg in Richtung Steffisburg. Der Weg führt abwechslungsreich vorbei an grünen Wiesen, traditionellen Bauernhöfen und durch schattige Waldstücke, bevor er über befestigte Wege direkt zur Busstation in Steffisburg hinabführt. Diese Tour ist besonders an heissen Tagen ein Genuss: Die kühle Brise in der Cholereschlucht und die landschaftliche Vielfalt machen sie zu einem Erlebnis für Gross und Klein.
    Malerisches Wandern über dem Thunersee Nr. 2059
    Mülenen — Därligen • BE

    Malerisches Wandern über dem Thunersee

    Seit exakt 70 Jahren ehrt auf der Meielisalp anlässlich seines 100. Geburtstags ein Denkmal den Schweizer Maler Ferdinand Hodler. An dieser Stelle schuf er das erste Bild seiner Reihe von Landschaften am Thunersee. Noch viel länger, nämlich seit mindestens 300 Jahren, steht gleichenorts eine mächtige Sommerlinde. Sie erhält einzig Konkurrenz durch die atemberaubende Aussicht, die bei Sonnenuntergang jeweils zu einem besonders intensiven Erlebnis wird. Aber bereits die Wanderung zu diesem kraftvollen Ort kann mit einigen Höhepunkten aufwarten. Der einzige nennenswerte Anstieg ist schon nach einem halben Kilometer zu bewältigen. Von Mülenen führt der Weg zum Schlund des Suldgrabens und steigt durch einen Wald hoch nach Aeschiried. Nach einer guten Stunde öffnet sich der Blick ins Frutigtal, über den tiefblauen See und die ihn umgebenden Berg- und Hügelketten. Nun geht es auf dem Panoramarundweg Thunersee in pittoresker Landschaft weiter Richtung Därligen. Unterwegs laden gemütliche Grillplätze zum Verweilen ein. Kurz vor Ankunft auf der Meielisalp wird der Spissibach dank spektakulärer Hängebrücke mühelos überquert. Das Ziel der Wanderung ist schliesslich sanft über Weiden und durch Wald absteigend erreicht.
    Zur schönsten Bucht Europas Nr. 1523
    Spiez — Aeschiried, Schulhaus • BE

    Zur schönsten Bucht Europas

    Ufer- oder Strandwege an grösseren Gewässern sind infolge Überbauungen vielerorts verschwunden oder in privatem Besitz und somit nicht für die Öffentlichkeit begehbar. Eine wunderschöne Ausnahme bildet der Strandweg von Spiez nach Faulensee, welcher bereits 1914 gegen erheblichen Widerstand realisiert wurde. Er führt von der schönsten Bucht Europas hautnah am Wasser entlang ins beschauliche Dorf Faulensee. Einen guten Blick über die ganze Bucht geniesst man beim Bahnhof Spiez, wo die Wanderung beginnt. Einige Treppenstufen und Kurven später ist das Ufer des Thunersees erreicht und man wandert nun, immer der Beschilderung Nr. 26 folgend, direkt am Wasser entlang bis nach Faulensee. Ab Dorfausgang bis zum kleinen Bootshafen Güetital führt der Weg ein Stück weit teils asphaltiert direkt neben der Hauptstrasse. Nach Unterquerung der Autobahn folgt dann der Aufstieg über Wiesen- und Waldwege nach Krattigen. Beim Schulhaus wird die Hauptstrasse überquert, um dann stetig höher zu steigen und immer neue Ausblicke über den See und auf die gegenüberliegenden Berge zu entdecken. Beim Wegpunkt Hellbode verlässt man den Panoramaweg Nr. 26 und biegt rechts ab in Richtung Aeschiried. Zwei Ruhebänke bieten eine gute Gelegenheit, das eindrückliche Bergpanorama auf sich wirken zu lassen. Ein paar Wanderminuten später präsentiert sich mit dem Niesen das Wahrzeichen von Spiez von seiner besten Seite. Alsbald ist danach die Postautohaltestelle Schulhaus in Aeschiried erreicht, von wo das Postauto zurück nach Spiez fährt.
    Panoramaweg Thunersee Nr. 0775
    Oberhofen, Wichterheer — Gunten • BE

    Panoramaweg Thunersee

    Sechs Hängebrücken sollen es dereinst sein, drei sind bereits realisiert: Der Panoramarundweg Thunersee ist am Entstehen. Als erste wurde im Dezember 2011 die Brücke über den Spissibach bei Leissigen eingeweiht, im Oktober 2012 die Brücke bei Sigriswil. Zweitere ist auch das Ziel der Wanderung, die bei Oberhofen am Thunerseenordufer beginnt. Der Aufstieg zur Balmflue führt hoch über der Schlucht des Riderbachs durch den üppigen Wald. Der Bach wird ohne Brücke in einem breiten Kiesbett überquert. Der steile Aufstieg führt zu einem kleinen Pass, der von Nagelfluhpfeilern begrenzt wird. Hohle Gassen, überhängende Felsen und breite Formationen wechseln sich ab. Ein kurzer Abstieg führt wieder zum Riderbach, der abermals überquert werden muss. Hier ist eine weitere Hängebrücke geplant. Der Bach stürzt an dieser Stelle einen Wasserfall hinunter. Den Hang entlang führt der Weg dann Richtung Blooch, wo ein Grillplatz der Bürgergemeinde Oberhofen zum Bräteln mit Aussicht auf Thunersee und Niesen einlädt. Weiter geht es durch den Wald, der immer wieder ein schönes Panorama freigibt. Kurz vor Erizbüel entlässt der Wald den Wanderer aus seiner schattigen Kühle. Bald erreicht die Route Aeschlen und damit die neu erstellte Hängebrücke hinüber nach Sigriswil. Sie ist mit 340 Metern Länge und 180 Metern Tiefe die grösste Hängebrücke des Panoramawegs. Sie wird übrigens nicht nur von Wanderern genutzt: Für die Kinder aus Aeschlen ist die Hängebrücke Teil des Schulwegs.

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