Naturwanderin Dany: Winterexpertin beim Dachverband

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Naturwanderin Dany: Winterexpertin beim Dachverband

In der malerischen Welt der Schweizer Winterlandschaften leuchtet für eine Projektleiterin bei den Schweizer Wanderwegen der Winter nicht weiss, sondern pink. Dieser Blogbeitrag taucht ein in ihre Arbeit, die von rechtlichen Fragen bis hin zur Organisation von Fachexkursionen reicht, und beleuchtet die vielfältigen Aspekte, die hinter den Kulissen der bezaubernden Winterwanderwege und Schneeschuhrouten der Schweiz stehen.

Für mich als Projektleiterin bei den Schweizer Wanderwegen ist der Winter nicht wunderschön weiss, sondern vorerst einmal pink.

Ich beschäftige mich während meiner Arbeit viel mit der (pinken) Signalisation von Winterwanderwegen und Schneeschuhrouten und stehe den Trägerschaften und Kantonen für Auskünfte zu einer breiten Palette an Fragen zur Verfügung.

Als nationale Fachorganisation für Winterwanderwege und Schneeschuhrouten kommt bei uns so einiges zusammen. Von lapidaren Anfragen über rechtliche Abklärungen bis hin zu kuriosen Fragestellungen ist wirklich alles dabei.

Vor einiger Zeit stand beispielsweise die Frage im Raum, ob signalisierte Winterwanderwege mit Hundeschlitten befahren werden dürfen. Die Antwort ist ja, allerdings mit Einschränkung. Wenn die Wegeigentümerschaft dies nicht toleriert, bräuchte es ein amtliches oder richterliches Verbot. Ich hatte es zwar vermutet, aber für einen definitiven Entscheid ziehe ich bei solchen Fragestellungen lieber einen Juristen bei.

Bei der Winterthematik hilft es mir enorm, aktiv den Kontakt zu den Personen zu suchen, die sich die ganze Wintersaison (und auch darüber hinaus) mit Schneeschuhrouten und Winterwanderwegen beschäftigen. Und auch für sie bringt es einen grossen Mehrwert, untereinander über tägliche Herausforderungen diskutieren zu können.

Daher lag es auf der Hand, eine ganztägige Winter-Fachexkursion mit praktischen Elementen und einem anschliessenden Erfahrungsaustausch zu organisieren. Das Interesse war gross und am Ende sind Mitte Januar etwa 40 Personen auf die Marbachegg LU gekommen, um sich mit mir und SchweizMobil über technische Aspekte bei Winterwanderwegen und Schneeschuhrouten auszutauschen.

An verschiedenen Stationen konnten wir den Praktikern und auch den teilnehmenden Medienvertretern (z.B. Tele1) aufzeigen, was es genau bedeutet, ein Winterangebot zu etablieren und in Schuss zu halten. Die gleiche Aufmerksamkeit muss aber auch der Wildtierverträglichkeit und der Sicherheit von Winterwandernden und Schneeschuhlaufenden geschenkt werden. Lawinen- und Orientierungssicherheit, z.B. bei Nebel, sind hier wichtige Punkte, die in der Konzeption nicht vergessen werden dürfen.


 

Man kann es bereits erahnen: Das Aufgabenspektrum eines Anbieters von Winterwanderwegen und Schneeschuhrouten ist umfangreich und zeitintensiv. Abgesehen davon darf man aber nicht vergessen, dass auch wir, die auf den Wegen und Routen unterwegs sind, gewisse Verpflichtungen haben.

Auf Winterwanderwegen müssen wir eine erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit in Bezug auf Witterung und Rutschgefahr walten lassen. Vorausgesetzt werden gutes schneegriffiges Schuhwerk sowie eine der Witterung entsprechende Ausrüstung. Digital oder in Papierform: wenn wir zur Orientierung zusätzlich noch eine topografische Karte griffbereit haben, umso besser.

Auf Schneeschuhrouten verhält es sich etwas anders. Hier sind die Anforderungen höher. Benutzende müssen den Schwierigkeitsgrad der ausgewählten Routen kennen und die entsprechenden Anforderungen an Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und körperliche Verfassung erfüllen können. Zudem muss man sich der Gefahren im Gebirge (Lawinen, Eis- und Steinschlag, Rutsch- und Absturzgefahr, Wetterumsturz) bewusst sein. Was aber wiederum nicht bedeutet, eine Lawinenschutzausrüstung mitführen zu müssen. Was es allerdings braucht: Schneeschuhe, Stöcke, eine der Witterung angepasste Ausrüstung und eine topografische Karte.

Weitere Tipps zum Wandern im Winter findet ihr auch im Video unserer Serie Like to Hike, in der Winter-Edition.

Puh, gar nicht ohne! Wenn man dann alles beachtet hat, macht es AUF den Wegen und Routen aber umso mehr Spass. ABSEITS der signalisierten Winterwanderwege und Schneeschuhrouten ist man allerdings stets eigenverantwortlich unterwegs. Selbst dann, wenn man vermeintlich nur eine kurze Abkürzung durch offenes, nicht signalisiertes Gelände nimmt.

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