Corticiasca, Paese — Lelgio, Paese • TI

Rundhöcker im Südtessin

Eiszeitliche Gletscher formten die Hochebene bei Gola di Lago und hinterliessen eine abwechslungsreiche Landschaft mit gerundeten Felsenhügeln, zwischen denen sich heute Moorlandschaften und Birkenwälder ausbreiten, die man eher in Skandinavien als im Südtessin erwartet würden. Von Corticiasca mit seinen hübschen Steinhäusern führt der Wanderweg durch Wald und an mannshohen Ginsterbüschen vorbei in die Höhe und als Panoramaweg mit grossartiger Aussicht bis zum grossen Kreuz bei Motto della Croce. Bei Davrosio sind von oben bereits die Rundhöcker von Gola di Lago zu sehen. Kurz vor dieser Hochebene kreuzt der Wanderweg den Monte Ceneri-Basistunnel tief unten im Bergesinnern. Mit diesem 15 Kilometer langen Bahntunnel zwischen Camorino und Vezia wurde die Gotthardachse der NEAT weiter abgeflacht, sodass der höchste Punkt nur noch auf 550 Meter über Meer liegt und die Fahrt von bis zu 4000 Tonnen schweren Güterzügen ermöglicht. Etwa acht Minuten westlich des Passübergangs vom Val Capriasca ins Val d’Isone gibt es auf der Alpe Santa Maria Gelegenheit, einzukehren, Käseköstlichkeiten und Getränke zu kaufen. Auf dem Abstieg nach Lelgio verstecken Kastanienblätter Unebenheiten und loses Geröll am Boden, sodass Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert sind.

Information

Rifugio Tasséra, 079 589 30 03, patriziatocagiallo.ch

Alpe Santa Maria, Gola di Lago, 091 943 19 89

Unter «Publizierte Schiessanzeigen» zur Sicherheit nachschauen, ob im Bereich von Gola di Lago die Wanderwege im Herbst gesperrt sind, map.geo.admin.ch

Wanderung Nr. 2372

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Corticiasca, Paese
0:00
0:00
Rifugio Tassera
1:20
1:20
accommodation
Alpe Rompiago
1:35
0:15
restaurant
accommodation
Motto della Croce
2:00
0:25
Davrosio
2:25
0:25
Zalto
3:15
0:50
Gola di Lago
3:25
0:10
restaurant
Lelgio, Paese
4:10
0:45
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Drei Tessiner Burgen und ein Geisterdorf Nr. 2144
Giubiasco — Bellinzona • TI

Drei Tessiner Burgen und ein Geisterdorf

Im Zentrum von Bellinzona, inmitten von Läden und Lokalen, verbirgt sich der Zugang zu einer längst vergangenen Zeit. Über die Gassen der Altstadt, via Treppen oder Lift, gelangt man zur mittelalterlichen Festung, die auf einem Hügel thront: zum Castel Grande. Wer oben auf dem Gemäuer steht, blickt auf die anderen zwei Wahrzeichen der Tessiner Hauptstadt: die Burgen Montebello und Sasso Corbaro. Seit 2020 gehört das Trio zusammen mit der Wehr- und Stadtmauer zum Unesco-Weltkulturerbe. Die historische Stätte ist das Ziel der dreistündigen Wanderung, die in Giubiasco beginnt. Vom Bahnhof über die Piazza Grande, und schon beginnt der leichte Aufstieg in Richtung Pianezzo. Auf einem Kiesweg geht es zwischen Grün und farbigen Blüten nach Scarpapè. Von einer Terrasse bei der gleichnamigen Ferienunterkunft, die einst ein Grotto war, lässt es sich über die Magadino-Ebene bis zum Lago Maggiore blicken. Danach nimmt der Wald überhand, und der Weg führt über eine kleine Schlucht zu den Ruinen von Prada. Das mittelalterliche Geisterdorf wurde im 17. Jahrhundert auf mysteriöse Weise verlassen. War es die Pest, oder lag es an ungünstigen landwirtschaftlichen Bedingungen? Seit 2019 ist Prada als Kulturerbe von kantonalem Interesse geschützt. Archäologische Arbeiten wurden gestartet, um die Ruinen zu erhalten und Hinweise zu finden, die das Geheimnis lüften könnten. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Prada: die Fresken in der restaurierten Kirche Santi Girolamo e Rocco. Es folgt der Abstieg vom bewaldeten Hang durch die Schlucht des Torrente Dragonato. Anstatt den direkten Weg nach Bellinzona hinunterzugehen, lohnt sich ein Abstecher zum Castello di Sasso Corbaro. Von dort führt ein markierter Spazierweg zu den anderen beiden Unesco-Burgen.
Im Tal des Vedeggio nach Tesserete Nr. 1670
Isone, Paese — Tesserete, Stazione • TI

Im Tal des Vedeggio nach Tesserete

15 Kilometer lang, 2,4 Milliarden Franken teuer, für Geschwindigkeiten bis 250 Stundenkilometer gebaut – der Ceneri-Basistunnel vollendet den Bahnausbau am Gotthard und macht ab September 2020 die Reise ins Tessin zum Katzensprung. Über dem Ceneri-Basistunnel ist von Hochgeschwindigkeit nichts zu merken. Zwischen Isone und Tesserete, im Tal des Flüsschens Vedeggio, regieren Ruhe, Beschaulichkeit und urtümliche Natur. Ausgedehnte Buchenwälder, muntere Wasserfälle, einsame Alpen, und verspielte Pfade begleiten den Wanderer. Kaum zu glauben, dass unter den Schuhen Züge durch den neuen Tunnel eilen. Isone, schmuckes 380-Seelen-Dorf und Eliteschmiede der Armee, ist das Eingangsportal zur Tour. Auf dem Weg nach Gola di Lago laden die Alpe Muricce und die Alpe di Zalto zur Rast: Das Panorama vom Pizzo di Claro über den Camoghè bis zum Monte Tamaro ist ein Traum. Nach Gola di Lago rückt der Monte Bar ins Blickfeld. Seine Wälder wurden im 19. Jahrhundert gerodet, um die Öfen der Metallverarbeitung zu füttern. Auf «unserer» Talseite wächst es munter weiter, unzählige Birken wiegen im Wind. Das Rusticodörfchen Condra und das Convento Santa Maria, der Schweiz erstes Kapuzinerkloster, sind die letzten Höhepunkte.
Auf die Cima di Medeglia im Monteceneri Nr. 1650
Medeglia • TI

Auf die Cima di Medeglia im Monteceneri

Das Val d’Isone ist vor allem bekannt als Standort der Grenadierschule der Schweizer Armee. Dabei besitzt es aber auch ein grosses, vielfältiges Wanderpotenzial. Dank dem neuen Gotthardbasistunnel sind die Wanderwege in der Region am Monte Ceneri näher gerückt. In Medeglia, das am Sonnenhang hoch über dem Bergbach Medeggio klebt, steigt der Wanderweg durch verwinkelte Gässchen und taucht in einen Kastanienwald. Im Oktober liegen die Blätter, die stachligen Kastanienhüllen und die Kastanien auf dem mit Steinplatten belegten Pfad, sodass die wärmenden Sonnenstrahlen fast ungehindert auf den Boden dringen. An umgebauten, als Ferienwohnung genutzten Rustici vorbei steigt man hoch auf eine Ebene mit Feuchtgebieten, die im Herbst goldbraun in der Sonne leuchten. Bald nach Camarè erreicht man eine Anhöhe und sieht hinunter ins mehr als 1000 Meter tiefer gelegene Magadinotal und bis zu den Burganlagen von Bellinzona. Ein altes Militärsträsschen führt weiter bis fast auf den Gipfel der Cima di Medeglia. Nach einer kalten Herbstnacht sind hier auf der Nordseite die Wegränder gesäumt von Eiszapfen. Noch ein paar Schritte höher, und man steht oben auf dem 1259 Meter hohen Gipfel wieder in der Sonne. Trotz verhältnismässig kurzem Aufstieg wird man auf der Cima di Medeglia mit einer grossartigen Rundsicht belohnt. Im Osten sieht man die weiss bepuderten Hänge von Monte Bar und Gazzirola, im Süden den Monte Generoso und im Westen den Monte Tamaro, wo die ebenfalls von Botta gebaute Kirche Santa Maria degli Angeli steht. Wenn im Norden die Schatten langsam über den Lago Maggiore auf Locarno zu kriechen, wird es Zeit für den Abstieg, der auf der Sonnseite wieder zurück zum Ausgangspunkt in Medeglia führt.
Frühling in Tesserete Nr. 0260
Dino — Stne Lamone-Cadempino • TI

Frühling in Tesserete

Noch frühlingsmild, doch schon kräftiger als auf der Alpennordeseite scheint die Tessiner Sonne auf das hügelige Hinterland von Lugano im Sottoceneri. Durch abwechslungsreiche Landschaft mit viel Wald in frischem Grün schlängelt sich eine attraktive Route mit etlichem Auf und Ab von Dino über dem Val Colla via Tesserete und Origlio zur Bahnstation von Lamone‑Cadempino an der SBB‑Gotthardlinie. Nach der Busfahrt von Lugano her beginnt die Wanderung in Dino mit einem Abstieg zum Val‑Colla‑Talfluss Cassarate, gefolgt von der Gegensteigung in den Luftkurort Tesserete. Die zweite Etappe zum Lago d'Origlio berührt drei historische Gebäude, zwei Kirchen und einen Wehrturm, einsam im Wald gelegen. Überhaupt trifft man zu dieser frühen Jahreeszeit trotz teilweise dichter Besiedlung unterwegs nur wenige Menschen an. Einzig auf dem Rundweg um den Origliosee grüssen wohl Spazierende mit «buon giorno» oder dann, später am Tag, mit «buona sera». Bei der Kirche San Giorgio mit prächtigem Blick auf die Erholungslandschaft um den Lago d'Origlio lässt sich Kraft tanken für den Schlussteil der touristisch zwar leichten, doch - ihrer Länge und ihrer Steigungen wegen - jetzt zu Saisonbeginn nicht zu unterschätzenden Tessiner Frühlingstour. Diese dritte Etappe führt zum Heiligtum des San Zenone auf aussichtsreicher Anhöhe über dem Vedeggiotal und dann recht steil hinunter nach Lamone. Wer möchte, kann auch erst in Tesserete zur Route stossen oder vom Lago d'Origlio als Abkürzung die Direttissima durch ein Tälchen zum Tagesziel Lamone wählen; jede der Varianten erspart etwa eine Stunde Wanderzeit.

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3328T Lugano - Mendrisiotto

CHF 13.50

286T Malcantone

CHF 22.50

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Tessin Tessin Bergwanderung Sommer Höhen- und Panoramawanderung mittel T2

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