La Fouly VS — Praz-de-Fort • VS

Über eine Moräne im Val Ferret

Die Crête de Saleinaz ist eine mächtige, fast hundert Meter hohe Seitenmoräne, die in der letzten Eiszeit von einem Gletscher aus dem Mont-Blanc-Gebiet vor Praz-de-Fort hinterlassen wurde. Die steile Moräne steht wie ein künstlicher Damm quer zum Haupttal. Einst erreichte ihre Stirn sogar den gegenüberliegenden Talhang, bevor sich die Dranse de Ferret einen Weg durch die Geröllmassen bahnte und den Geröllriegel abtrug. Granitgipfel mit eindrücklichen Zackengraten säumen das sonnige Val Ferret. Von La Fouly führt die Wanderung am türkisfarbenen Staubecken vorbei hinunter ans Ufer der Dranse de Ferret und folgt ihr in leichtem Auf und Ab. Ihr breites Bachbett lässt die gewaltigen Wassermassen erahnen, die sich nach Gewittern hier talwärts wälzen. Ein kurzer, etwas ausgesetzter Wegabschnitt ist mit Stahlseilen gesichert. Schon von Weitem ist die Crête de Saleinaz im Talgrund sichtbar. Der Wanderweg führt über den breiten Scheitel der Moräne, die heute von Lärchenwald bewachsen ist. Waldboden bedeckt das Moränenmaterial, das vom kleinen Kiesel bis zum grossen Findlingsblock Steine unterschiedlichster Grössen enthält. Vom Fuss der Moräne sind es nur noch wenige Minuten bis Praz-de-Fort.

Information

Praz-de-Fort, Café Le Portalet, 027 565 16 13

Tourismus Val Ferret: saint-bernard.ch

Wanderung Nr. 2363

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

La Fouly VS
0:00
0:00
Crête de Saleinaz
1:45
1:45
Praz-de-Fort
2:10
0:25
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Über die Strada Romana am Monte Ceneri Nr. 2302
Rivera-Bironico — Contone, Posta • TI

Über die Strada Romana am Monte Ceneri

Der Monte Ceneri ist der schnellste Weg von Norden nach Süden. Mehr Pass als Berg, wurde er schon von den Römern benutzt, und bis vor Kurzem war er ein neuralgischer Punkt im Schweizer Verkehrsnetz. Mit der Autobahn und dem Basistunnel jedoch ist in den Dörfern am Ceneri Ruhe eingekehrt. Eine trostlos anmutende Ruhe. Schnell verlässt man darum Rivera in Richtung des Weilers Soresina. Hier trifft man auf die Mulattiera, einen schön und durch Wald zu gehenden Maultierpfad. Eiche, Buche und Kastanie herrschen vor. Ab und zu trifft man auf Pionierbäume wie die Birke. Sie stehen im Verbund, ein Zeichen dafür, dass der Wald jung ist. Bei der Lichtung In Túmba kann man die trutzigen Militärbauten auf dem Monte Ceneri erkennen. Die Wanderung folgt auf der Passhöhe dem Wegweiser zur Strada Romana, um wenig später auf die geschichtsträchtige Strasse zu treffen. Eindrücklich ist sie zu sehen, aber nicht ganz einfach zu gehen. Tafeln am Wegesrand erklären die Geschichte sowie die aufwendigen Restaurationsarbeiten. Bei der Haarnadelkurve, die in die Via San Giorgio führt, verlässt diese Wanderung die historische Strasse und folgt rechterhand dem Waldweg in Richtung Contone, einem der Dörfer am Rand der Magadinoebene.
Vom Künstlerdorf an die Uferpromenade Nr. 2066
Carona, Paese — Morcote, Piazza Grande • TI

Vom Künstlerdorf an die Uferpromenade

Die Genusswanderung startet oberhalb von Melide im hübschen Örtchen Carona. Als einstige Heimat von Kunstschaffenden der Malerei und der Bildhauerei wird Carona auch Künstlerdorf genannt. Doch bevor sich die Werke der Künstlerfamilien an den Fassaden bewundern lassen, gibt bei der Anreise das millimetergenaue Manövrieren des Postautochauffeurs Anlass zum Staunen: Den Dorfeingang bildet der schmale Torbogen, der zum Gemäuer der Kirche San Giorgio gehört. Von der Bushaltestelle im Ortskern führt der Weg auf der Hauptgasse dorfauswärts zur Kirche Sta Marta und weiter über die Via S. Marta, vorbei am Schwimmbad zum Parco botanico di San Grato. Er ist besonders für seine Azaleen und Rhododendren bekannt, die hier im Frühling blühen. Der Wanderweg quert den Park, begleitet von der Aussicht auf den Lago di Lugano, den Monte San Giorgio und den Monte Generoso. Dann verlässt er den Park in Richtung Alpe Vicania und Morcote. Der Wald verhindert zwar nun den Blick auf den See, spendet jedoch Schatten. Umso schöner dann der Aussichtspunkt nach knapp einer halben Stunde. Noch ein letztes Stück im Wald, dann folgt der Szenenwechsel: die offene Weide auf der Alpe Vicania, mittendrin ein ehemaliger Bauernhof, der sich in das Ristorante Vicania verwandelt hat. Im Garten werden nebst Tessiner Klassikern auch kulinarische Spezialitäten serviert. Nach dem Schmaus führen über 1000 Treppenstufen nach Morcote an den See hinunter. Was die Knie plagen mag, erfreut das Auge: Die imposante Kirche Santa Maria del Sasso ist zuerst von oben und dann von ganz nah zu betrachten. An der Uferpromenade von Morcote lässt sich der Tag gemütlich ausklingen.
Verdauungsspaziergang im ländlichen Genf Nr. 2048
Bernex, Lully croisée — Cartigny • GE

Verdauungsspaziergang im ländlichen Genf

Ausgangspunkt dieser Genusswanderung vor den Toren von Genf ist eine Adresse für Gourmetfans: das «Les Curiades» in Bernex. Von der Bushaltestelle «Bernex, Lully croisée» geht es zum Parkplatz beim Kreisel und von dort in das Gässchen von Vieux-Lully, das direkt zum charmanten Gasthaus führt. Dieses ist für seine gehobene Terroir-Küche und feine Patisserie bekannt. Das Team um den gebürtigen Belgier und Chefkoch Pascal Cloetens wechselt alle zwei Monate die saisonale Speisekarte. Der Verdauungsspaziergang nach Cartigny beginnt an der Hauptstrasse oberhalb des Restaurants. Auf dem Chemin de l’Aligoté und zwischen Rebbergen steigt man zum Chemin des Curiades auf, wo man auf den ausgeschilderten Wanderweg nach Bernex trifft. Ein empfehlenswerter Abstecher ist der Signal de Bernex wenig später. Die Aussicht von hier reicht über den ländlichen Zipfel des Kantons Genf unweit der französischen Grenze bis zur Stadt Genf. Gar den Jet d’Eau kann man in der Ferne erkennen. Wieder auf dem Wanderweg, geht es hinunter zur Kirche von Bernex. Ab hier folgt man den Wegweisern nach Aire-la-Ville – zunächst durchs Quartier, dann querfeldein. Dabei ist Aufmerksamkeit gefragt, um den Wegweiser nicht zu verfehlen, der links über das Feld in den gegenüberliegenden Wald weist. In Aire-la-Ville fädelt der Weg auf den Sentier du Rhone in Richtung La Plaine ein. Er quert das Naturschutzgebiet «Moulin de Vert». Schon bald zeigt sich die Rhone. Vorbei an einem jahrhundertealten Kastanienbaum und über einen historischen Weg, endet der Spaziergang schliesslich an der Bushaltestelle in Cartigny.
Zum Burgäschisee im Wasseramt Nr. 2046
Etziken, Dorf — Sunnhalde • SO

Zum Burgäschisee im Wasseramt

Diese Wanderung startet in Etziken Dorf, wohin man mit dem Bus gelangt. Auf der Hinfahrt fällt der Wasserturm mitten in einem kleinen Wäldchen auf. Er steht auf dem höchsten Punkt der Umgebung, dem 526 Meter über Meer gelegenen Gütsch. 1931 wurde der Turm mitsamt zwei Brunnenstuben erbaut, um die Wasserversorgung des Wasseramts sicherzustellen. Den Wasserturm kann man auf Anmeldung besichtigen. Man erreicht ihn über ein Strässchen, das den Wanderweg nach 400 Metern verlässt und beim Wasserturm in einen Naturweg übergeht. Folgt man ihm, so gelangt man bei einer Hütte mit Spielplatz und Feuerstelle zurück auf den Wanderweg. Nun geht es auf breiten Wald- und Landwirtschaftswegen Richtung Burgäschisee, wo es Stege gibt, auf denen man die Wasserflora und die Fauna beobachten kann. Diese Wanderung umgeht den See zur Hälfte im Uhrzeigersinn. Schön ist es, am Ufer zu sitzen oder an der Feuerstelle zu picknicken. Es gibt auch eine Bootsvermietung, am östlichen Ufer ein Strandbad mit Beizli und sogar eine Badestelle, wo man ins Wasser springen kann. Weiter geht die Wanderung durch den Wald oder dem Waldrand entlang hinauf zur Solothurner Exklave Steinhof. Ausgangs des Dorfs, etwas abseits des Wanderwegs, befindet sich ein gigantischer Findling, die Grossi Flue. Der Rhonegletscher hat ihn aus dem Val de Bagnes hierhergetragen. Kinder lieben es, darauf herumzuklettern. Von Steinhof führt der Weg durch einen besonnten Wald mit Stechpalmen zur Bushaltestelle bei Sunnhalde hinunter.

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282T Martigny

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