Sugiez — Cudrefin • VD

Wandern und beobachten in La Sauge

Dieser Ausflug erinnert an eine Matroschkapuppe, enthält er doch eine Wanderung in der Wanderung. Die zehn Kilometer lange Hauptroute führt von Sugiez im freiburgischen Vully bis nach Cudrefin am Waadtländer Ufer des Neuenburgersees. Auf halbem Weg empfiehlt sich die kurze Zusatzschlaufe durch das BirdLife-Naturzentrum in La Sauge. Los geht es im Herzen des Drei-Seen-Lands, dem Broyekanal entlang. Der topfebene Weg windet sich zwischen Wiesen und Schilfgebieten hindurch bis nach La Sauge und hinein in die Grande Cariçaie, das grösste Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz. Unterwegs lauscht man dem Rascheln der Schilfrohre und dem Zwitschern der Vögel und bekommt mit etwas Glück auch die eine oder andere Art zu Gesicht. In La Sauge kann die Wanderung gegen Entrichtung eines Eintrittspreises um 500 Meter voller spannender Einblicke in die lokale Tier- und Pflanzenwelt verlängert werden. Dem Naturpfad des BirdLife-Naturzentrums entlang stehen vier Beobachtungshütten, überdacht und mit Sitzbänken ausgestattet. Seit 2001 wurden hier über 200 Vogelarten gesichtet. Eisvögel sowie Silber- und Seidenreiher zählen zu den Stammgästen, aber neben diesen und vielen anderen Vögeln sind an und in den Weihern des Zentrums auch Biber, Frösche und eine Vielzahl von Insekten und kleinen Wassertieren zu Hause. Je nachdem, wie geduldig man ist, kann man hier ein paar Minuten oder auch den ganzen Tag verbringen – am besten plant man für den Besuch etwa anderthalb Stunden ein. Danach geht es weiter nach Cudrefin. Am Seeufer laden mehrere Strände und Picknickplätze nochmals zum Verweilen ein.

Information

Mehrere Hotels in Sugiez

Hotel und Restaurant Domaine de La Sauge, 026 677 02 70, domainedelasauge.ch/de

BirdLife-Naturzentrum La Sauge, 026 677 03 77, birdlife.ch/de/lasauge

Wanderung Nr. 2356

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Pascal Bourquin

Wanderroute

Sugiez
0:00
0:00
La Sauge
1:30
1:30
Cudrefin
2:25
0:55
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Uferwanderung entlang des Genfersees Nr. 2231
Morges — Lausanne, Siège du CIO • VD

Uferwanderung entlang des Genfersees

Die Wanderung beginnt an der Uferpromenade von Morges und endet an jener von Lausanne, doch dazwischen trifft man auf zahlreiche idyllische Badeplätze, die im Frühling zum Verweilen und im Sommer zum Schwimmen einladen, auf Muschel- und Sandstrände sowie naturnah gestaltete Pfade direkt am Ufer. Und natürlich ist da auch noch die grandiose Aussicht auf den sich blau ausbreitenden Genfersee. Morges besitzt eine hübsche Altstadt mit einem mittelalterlichen Schloss aus dem 13. Jahrhundert, in dem sich heute fünf Museen befinden: das Waadtländer Militärmuseum, das Schweizer Zinnfigurenmuseum, das Artilleriemuseum, das Museum der Waadtländer Gendarmerie und das Paderewski-Museum. Zudem findet in Morges jeweils von April bis Mai das weitherum bekannte Tulpenfest statt, bei dem über 140 000 Tulpen von 350 verschiedenen Sorten im Parc de l’Indépendance hinter dem Schloss blühen. Vom Bahnhof Morges gelangt man innert Kürze auf den Wanderweg und somit ans Ufer des Genfersees. Bei gutem Wetter geniesst man von hier aus direkte Sicht auf den weissen Gipfel des Mont Blanc, des höchsten Bergs der Alpen. Auf Hartbelag führt die begrünte Uferpromenade bis zum Parc de Vertou. Ab hier beginnt ein unbefestigter Pfad, der durch Schatten spendende grüne Baumtunnel schleicht und an zahlreichen hübschen Badeplätzen vorbeiführt. An manchen Stellen befinden sich am Ufer ausschliesslich Muscheln. Was auf den ersten Blick begeistert, ist auch kritisch zu sehen: Die invasive Quaggamuschel breitet sich seit einigen Jahren im Genfersee aus und bedroht die einheimische Tier- und Pflanzenwelt. Gediegene Villen verbergen sich mal mehr, mal weniger gut hinter Büschen und Zäunen, bis die Kirche Saint-Sulpice erreicht ist. Von hier an nimmt der Hartbelaganteil wieder zu. Besonders schön sind der Wegabschnitt kurz vor Les Pierrettes sowie die Überquerung der Chamberonne, bevor die Uferwanderung am Sandstrand von Vidy endet.
Auf historischen Pfaden am Mont Vully Nr. 2002
Sugiez — Môtier (Vully) • FR

Auf historischen Pfaden am Mont Vully

Verschlungene Pfade, Versteckspielen in Höhlen, ein Bad im Murtensee und zum Schluss noch eine Schiffsfahrt. Wenn da nur nicht der anstrengende Aufstieg auf den Mont Vully wäre … Die Wanderung startet beim Bahnhof in Sugiez, führt zuerst durch das Dorf und danach durch die Weinberge. Es lohnt sich, die Kinder bereits früh auf das Highlight mit dem Besuch der Grotten zu motivieren, zum Beispiel schon zu Hause mit der passenden Gutenachtgeschichte. So gross ist die Neugier nun, dass es sich fast von allein den Berg hochläuft. Beim Picknickplatz auf dem Gipfel des Mont Vully angekommen ist es Zeit für eine Pause. Ins Gepäck gehören unbedingt genug Getränke, unterwegs gibt es keine Wasserstellen. Vom Mont Vully folgt man dem Wegweiser zu den Roches Grises und erreicht kurz nach dem Restaurant Le Mont-Vully die Grotten La Lamberta. Diese stammen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, als rund 200 Meter Gänge zur Verteidigung des Mittellandes in den weichen Sandstein gegraben wurden. Aber historische Fakten interessieren die Kinder kaum. Die Höhlen sind ein paradiesischer Spielplatz. Kleine Entdecker können jede Ecke erforschen oder stundenlang Verstecken spielen. Tipp: Taschenlampen mitnehmen. Zum Schluss folgt noch der Abstieg nach Môtier an den See, der oft noch bis spät in den Herbst zum Baden einlädt. Danach gehts mit Schiff oder Bus zurück nach Sugiez.
Seltener Vogel im Seeland Nr. 0874
Murten — Cudrefin, La Sauge • FR

Seltener Vogel im Seeland

Diese Frühlingswanderung führt den Besucher des Seelands in die Natur und animiert ihn, die Augen offen zu halten. Sie beginnt in Murten mit einem Stadtrundgang durch die belebten Gassen des hübschen Zähringerstädtchens. Dabei lockt auch ein Stück des berühmten Nidlekuchens zum Kaffee. Gestärkt verlässt man das Städtchen durch das nördliche Tor und biegt links hinunter zu den Strandanlagen. Dem Seeufer entlang führt der Weg an der Buvette des Campingplatzes Löwenberg vorbei in den Wald Le Chablais. Der See ist hier – obwohl nur wenige Meter entfernt – wegen der dichten Schilf- und Ufervegetation unsichtbar. Vom See her schnattern Wasservögel, in der Nähe im Wald singen Nachtigallen, der Kuckuck ruft. Am Wegrand wachsen Frühlingsblumen wie Sumpfdotterblumen, weisse und gelbe Buschwindröschen. An den Büschen und Bäumen treiben erste Blätter. Vorbei am Zivilschutz-Übungsgelände und am Bahnhof Sugiez verläuft der Wanderweg wenige Kilometer auf einer Strasse. Auf einem Feldweg geht es weiter dem Broyekanal entlang. Bei der Holzbrücke über den Broyekanal laden Rastplätze zum Picknicken ein. Graureiher stehen am Ufer. Im Naturschutzzentrum La Sauge brüten Eisvögel und können mit etwas Geduld aus einer Beobachtungshütte observiert werden. Dazu empfiehlt es sich, einen Feldstecher mitzunehmen. Eine Webcam im Zentrum zeigt zudem Einblick in die Brutröhre der Eisvögel. Weiter gibt es Ausstellungen, ein Naturlabor und einen Naturpfad mit Beobachtungshütten. Wer genug vom Wandern und Beobachten hat, kann schliesslich auf der Sonnenterrasse der Auberge einkehren.
Seen und Schifffahrt Nr. 0666
Château de Chillon — Bouveret • VD

Seen und Schifffahrt

Wie ein gestrandetes Schiff steht das Château de Chillon auf einer kleinen Felseninsel am östlichen Ende des Genfersees. Schon Victor Hugo, Jean‑Jacques Rousseau und Alexandre Dumas haben der wehrhaften Anlage aus dem 11. Jahrhundert die literarische Ehre erwiesen. Doch wohl kein Werk wurde so bekannt wie Lord Byrons Gedicht «Der Gefangene von Chillon». Byron liess sich dafür von der Geschichte des François Bonivard, Prior von Genf, inspirieren. Bonivard, der die Genfer Unabhängigkeit befürwortete, verbrachte sechs Jahre Haft in Chillon. Bei einer Schlossbesichtigung taucht man mit modernen Kommunikationsmitteln ins Mittelalter ein. Für Gänsehaut sorgen die unterirdischen Gewölbe, einst Bonivards Gefängnis. Von den dunklen Kellerräumen tritt man hinaus an die frische Luft und spaziert das Seeufer entlang nach Villeneuve. Hier werden die Verkehrsgeräusche der nahen Autobahn sogleich wundersam gedämpft: Der Wanderweg taucht ein ins Naturschutzgebiet Les Grangettes mit herrlichen Aussichten über den Lac Léman, nach Montreux und zu den Rochers de Naye. Sumpfige Wiesen, schützende Baumgruppen ‑ der Pfad bleibt stets nahe am Ufer und ermöglicht so das Beobachten einheimischer Wasservögel. Der Grand Canal durchschneidet schnurgerade das Rhonedelta, Fischerboote tuckern hinaus auf den See. Der Weg quert die Vieux Rhone und erreicht kurz darauf die Rhone, die milchig‑trübe dem See zufliesst. Über eine stabile Metallbrücke, die Passerelle des Grangettes, überquert man den breiten Fluss und wandert auf einem Asphaltsträsschen die Rhone entlang hinein nach Le Bouveret.

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