Teufen AR — Hundwil, Dorf • AR

Schattige Gräben und sonnige Höhen im Appenzell

Tiefe Bachtobel prägen die Landschaft in Appenzell Ausserrhoden. Weil nach starken Niederschlägen immer wieder ganze Hänge abrutschen und dabei Wege, Treppen und Stege zerstört werden, ist der Wegunterhalt eine grosse Herausforderung. Ein Ort, wo das besonders gut sichtbar wird, ist das Tobel des Rotbachs bei Teufen. Kurz nach Teufen führt der Wanderweg ins lauschige Hörlibachtobel. Nach diesem ruhigen Waldabschnitt sind die nächsten paar Hundert Meter, die einer Umfahrungsstrasse entlangführen, ein grosser Gegensatz. Wenige Hundert Meter später wird es wieder ruhiger. Bevor der Wanderweg unter einer Stromleitung durchführt, gibt es die Möglichkeit, einen etwa vierzigminütigen Abstecher hinunter zum Grund des Rotbachtobels und zum eindrücklichen Höchfall zu machen. Der steile Pfad ist gut gesichert und ausgerüstet mit Stahltreppen. Nach dem Kapuzinerinnenkloster bei Wonnenstein und der Strafanstalt Gmünden geht es steil hinunter zum Rotbach, über eine Brücke und am bekannten Badeplatz Strom vorbei. Beim Aufstieg im Wald folgt die anspruchsvollste Stelle dieser Wanderung: eine fünf Meter hohe Leiter über ein Felsband. Der Weiterweg durch Stein mit der Schaukäserei und über den Höggwald nach Hundwil bietet schöne Aussicht und hübsche Häuser im Appenzeller Stil.

Information

Erreichbar ist Teufen (AR) mit dem Zug. Rückreise mit dem Bus von «Hundwil, Dorf».

 

Landgasthaus Rössli, 071 367 12 15, www.roessli-hundwil.ch

Wanderung Nr. 2091

Publiziert 2023 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Teufen AR
0:00
0:00
Abzw. Höchfall
0:40
0:40
Höchfall
0:54
0:14
Abzw. Höchfall
1:14
0:20
Wonnenstein
1:25
0:11
Strafanstalt Gmünden
1:39
0:14
Stein AR
2:30
0:51
Sonderau
3:13
0:43
Hundwil, Dorf
3:31
0:18
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Raus aus der Stadt Nr. 1853
St. Gallen St. Fiden — Horn • SG

Raus aus der Stadt

Wanderungen, die mitten in einer grossen Stadt starten, haben einen ganz besonderen Reiz. Zu Fuss erlebt man den Wechsel von Lärm und Hektik zur Ruhe der Natur besonders bewusst und intensiv. Auf dieser Wanderung wechseln sich städtische und ländliche Siedlungen ab mit idyllischen Bauernhöfen. Der Weg führt grossmehrheitlich über Hartbelag. Kurz nach dem Start erreicht man ein kleines Waldstück entlang der Steinach. Über eine Brücke biegt man wieder in die Stadt ein Richtung St. Gallen Neudorf. Vis-à-vis der Kirche befindet sich der sich für einen Rundgang lohnende Botanische Garten der Stadt St. Gallen. Weiter durchs Quartier erreicht man den Höchsterwald und hat erstmals einen Blick auf den Bodensee. Blühende Obstbäume, Wiesen und Seeblick begleiten einen auf dem Weg am Schloss Watt und an prächtigen Bauernhöfen mit Hofläden und Cafés vorbei nach Mörschwil und anschliessend Richtung Horn. Später biegt man Richtung Grund in ein kleines Waldstück nach Tübach ein. Auf der rechten Seite hat man das Kloster St. Scholastika im Blick. Zum Schluss erreicht man das im Kanton Thurgau liegende Horn. Der ungefähr 20-minütige Abstecher an die Seepromenade ist ein Muss – von der Stadt an den See war schliesslich das Ziel.
Höhepunkte in den Ausläufern des Alpsteins Nr. 1095
Steinegg — Brülisau • AI

Höhepunkte in den Ausläufern des Alpsteins

Zum Glück gibt es hier Wegweiser! Nicht dass die Orientierung besonders schwierig wäre, aber die Wanderwege verlaufen zwischen Steinegg und Eggli streckenweise quer über Wiesen und Weiden. So ist man froh über die gelben Schilder, die unmissverständlich über das Grünland zeigen. Wunderbar, wie es nun weichen Schrittes aufwärtsgeht. Immer besser wird die Aussicht in die steilen Kalkgipfel des Alpsteinmassivs. Dominant ist der Hohe Kasten, aber die Sicht reicht bis zum Säntis zuhinterst in diesem Gebirge. Auch auf unserer Wanderung bewegt man sich im Alpsteingebirge, auch wenn hier die Hänge schon sanfter geneigt, die Bergformen runder sind und nicht mehr weiss-rot-weiss Bergwanderwege, sondern gelbe Wanderwege dominieren. Genussvoll erreicht man somit die Anhöhe namens Eggli. Dies ist nicht der höchste Punkt der Wanderung, aber sicher ein Höhepunkt mit weiter Sicht über das Appenzell und zum St. Galler Rheintal. Passend steht hier ein einladendes Gasthaus. Dazu gehört ein Berghof, um den herum Geissen meckern, Hühner picken und Hochlandrinder wiederkäuen. Nochmals wenig ansteigend führt der Weg um den Fähnerenspitz herum. Die Aussicht wechselt nun definitiv in Richtung Rheintal und ins Österreichische Vorarlberg. Bald taucht man in dichten Wald ein, folgt einem schmalen Pfad, dann einem Kiesweg und steht auf einmal vor dem Forstseeli. Erfrischend kühl ist es hier an heissen Sommertagen, rund um den See gibt es viele lauschige Plätze zum Ausruhen und Picknicken, und auch ein offizieller Grillplatz ist eingerichtet. Nicht zu viel essen, damit der Magen nicht zu schwer wird, denn es geht nochmals hundert Meter aufwärts zum Resspass. Auf dem Abstieg nach Brülisau ist die direkteste Variante auch die schönste mit dem geringsten Hartbelagsanteil.
Panoramatour über der Klosterstadt Nr. 1035
Stn. St. Gallen-Haggen — Stn. Schwarzer Bären • SG

Panoramatour über der Klosterstadt

Ein heisser Sommertag. Wie wäre es mit einer leichten Wanderung? Nicht zu hoch, nicht zu weit, mit einer spritzigen Abkühlung zum Schluss und nicht zu fernab aller Zivilisation? Dann ab nach St. Gallen! Aber für diese Wanderung bloss einen Nachmittag einzuplanen, wäre schade, denn vor allem Kinder kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Die schweren Bergwanderschuhe braucht man nicht anzuziehen; die Route verläuft teilweise durch Stadtgebiet und daher auf Hartbelag. Vom Start in St. Gallen Haggen geht es zunächst durch den Bauernhof in Wilen, wo einen der Hofhund freundlich begrüsst. Bei der Abzweigung Riethüsli folgt man am besten dem Richtungszeiger nach Solitüde. Dort oben erwartet einen schon die erste Rastmöglichkeit und Rundumaussicht auf die umliegenden Berge und die Stadt. Hoch über dem Tal der Demut führt der Weg wieder in den Wald, den Berneggwald. Dort gibt es für die Kinder bereits das erste von drei Highlights: die Solitüdenschaukel. Diese schaukelte während Jahrzehnten Kinder und Liebespaare auf dieser Anhöhe, bis sie letztes Jahr durch eine neue (scheinbar weniger quietschende), sichere Schaukel ersetzt wurde. Hier befindet sich auch eine Grillstelle, perfekt also für Schlangenbrot, Cervelat & Co. Die nächste Attraktion lässt nach der Pause nicht lange auf sich warten: es sind die Weiher Drei Weieren mit Badeanlage. Was für eine Wohltat, während einer Wanderung an einem heissen Sommertag ins kühle Nass zu springen! Das Restaurant Dreilinden nebenan verwöhnt hungrige Wanderer mit exquisiter Küche oder mit einem kühlen Getränk. Das dritte Highlight befindet sich auch gleich in der Nähe: Es ist eine Minigolfanlage. Wenn es sich für die kleinen und grösseren Wanderer ausgespasst hat, geht es vom Chrüzhof via Ober Kapf zum Schwarzen Bären, wo die S-Bahn in 17 Minuten zurück zum Hauptbahnhof St. Gallen fährt.
Bierwandern Nr. 0519
St. Fiden — Arbon • SG

Bierwandern

Vom Bahnhof St. Fiden führt die Wanderung über die Spinnereibrücke zur Heiligkreuzstrasse und auf dieser zum Heiligkreuz. Wer das erste Stück weglassen möchte, fährt ab dem Hauptbahnhof St.Gallen mit dem Trolleybus der Linie 3 hierher. Bei der Wallfahrtskapelle steigt der Weg durch den Wald zum Wildpark Peter und Paul hinauf, der seit 1892 Tiere aus dem Alpenraum, wie Hirsche, Murmeltiere Wildschweine oder Steinböcke, beheimatet. Durch den Bruggwald steigt der Weg nach Wittenbach hinunter. Am Bahnhof vorbei, gelangen Wandernde auf der Fahrstrasse zum Schloss Dottenwil und weiter nach Ruggisberg mit seiner sehenswerten Kapelle. Der Weiterweg führt wieder durch den Wald nach Roggwil hinunter. Mitten im Dorf mit seinen schmucken Fachwerkhäusern befindet sich neben dem Schloss in der alten Ölmühle die «Huus‑Braui». Seit 2002 stellt die Kleinbrauerei drei urchige Standartbiere nach alten Rezepten und ausgesuchten Hopfen und Malzen bester Qualität her, die nicht filtriert oder konserviert werden. Je nach Saison erfreut ein viertes Bier, wie Weizen‑ oder das dunkle Bockbier, die Kundschaft. 1000 Liter kann der Einmannbetrieb pro Sud produzieren und das drei bis viermal in der Woche. Führungen oder gar Bierseminare werden auf Anfrage angeboten. Ein erster Blick aufs Brauereigeschehen lässt sich beim Genuss eines Glases in der Bar werfen, die über der Brauerei liegt. Falls das Restaurant geschlossen ist, braucht niemand zu verzagen. Unser Weg führt ein Stück der Strasse nach Arbon entlang, bis der Wegweiser rechts an Stachen vorbei nach Arbon weist. Hier wartet das Postauto nach St.Gallen und die Bahn fährt über Rorschach oder Romanshorn wieder nach Hause.

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Appenzell Ausserrhoden Nordostschweiz Wanderung Sommer für schwindelfreie Menschen mittel T1

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