Hergiswil NW — Alpnachstad • NW

Zwischen Pilatus und Bürgenstock

Die Wanderung steht ganz im Zeichen des Mittelalters und des 18./19. Jahrhunderts. Unzählige Menschen haben damals den Renggpass als kürzeste Landverbindung zwischen Luzern und dem Brünig überquert: Säumer, Römer, französische Invasionstruppen, aufständische Nidwaldner und andere sich rivalisierende Gruppen. Allerdings muss man sich diesen geschichtsträchtigen Ort erst einmal schweisstreibend verdienen. Vom Bahnhof Hergiswil folgt man den Wegweisern Richtung Riedboden. Nach den letzten Häusern des Dorfs folgt der historische Saumpfad dem Steinibach entlang, zuerst gemächlich und dann steil bergauf. Kurz vor Schwandi stösst man auf den Waldstätterweg, auf dem es flach Richtung Renggpass geht. Wer vor dem steilen Schlussaufstieg noch mal durchschnaufen möchte, kann eine kurze Rast an der denkmalgeschützten Kapelle einlegen und den Blick über den Vierwaldstättersee schweifen lassen. Nach der erfolgreichen Passüberquerung geht es anschliessend fast nur noch abwärts: In Serpentinen schlängelt sich der Weg durch den Wald und vorbei an einem tosenden Wasserfall. Eine kleine Attraktion sind die Felsmalereien, die von den zuletzt dort ansässigen Truppen stammen. Kurze Zeit später ist das Ziel am See in Alpnachstad erreicht.

Information

Erreichbar ist Hergiswil NW mit der S-Bahn ab Luzern oder Stansstad oder mit dem Schiff ab Luzern.

 

Restaurant und BnB Gleis Drei Bistronomie, Alpnachstad, 041 541 02 27, www.gleis-drei.ch

Wanderung Nr. 2055

Publiziert 2023 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Daniela Rommel

Wanderroute

Hergiswil NW
0:00
0:00
Schwandi
1:07
1:07
cable_car
Sören
1:18
0:11
Renggpass
1:55
0:37
fireplace
Grossrüti
2:38
0:43
Alpnachstad
3:00
0:22
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Seilbahnen, Bergwiesen und Flechtenwälder Nr. 2350
Schmiedsboden — Niederrickenbach • NW

Seilbahnen, Bergwiesen und Flechtenwälder

Nidwalden ist ein «Seilbähnli»-Eldorado. Knapp zwei Dutzend öffentlich genutzte Kleinseilbahnen gibt es in diesem Kanton. Oft sind sie für Bergbäuerinnen und -bauern die einzige Möglichkeit, Güter und landwirtschaftliche Produkte auf Höfe oder Alpen zu transportieren. Doch auch Wandernde und Ausflugsgäste nutzen die Kleinseilbahnen gern. Die Wanderung startet mit einer kurzen Fahrt in der Vierer-Luftseilbahn von Oberrickenbach zum Hof Schmiedsboden. Von dort führt der Weg zuerst hoch über Alpwiesen bis in den Haldiwald. Immer leicht ansteigend, geht es weiter bis zu Ober Sack, wo sich ein eindrücklicher Blick über das Engelbergertal bietet. Nun verläuft der Weg auf einem Grat dem Waldrand entlang und steigt zuweilen etwas ruppiger an. Nach 300 Höhenmetern ist bei der Alp Gigi der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Hier würde auch ein Weg Richtung Haldigrat abzweigen, von wo eine Sesselbahn bis Alpboden kurz vor Niederrickenbach hinunterfährt. Denn der folgende Abstieg hat es in sich: Steil geht es über wunderbar blühende Bergwiesen bis Wasserboden und von dort auf einem Feldweg bis zur Oberst Hütti, einem Hof. Nach einem weiteren Abstieg zur Mittlist Hütti biegt der Weg ein in den Steinalper Wald. Dieses Waldreservat ist ein Paradies für Flechten – über 150 Arten wurden hier schon nachgewiesen. Wer genau hinschaut, entdeckt auf Schritt und Tritt solche Mischwesen aus Pilz und Alge. Sie dekorieren die Baumstämme und Äste mit aparten Mustern in weissen, grauen, braunen oder gar gelblichen Farbtönen. Das Waldstück endet auf dem Alpboden, der Talstation der Haldigrat-Sesselbahn. Von hier aus führt ein asphaltierter Weg flach über Weiden, auf denen einige mächtige Ahornbäume dem Vieh im Sommer Schatten spenden. In Niederrickenbach wartet die Wallfahrtskirche – und gleich dahinter das Pilgerhaus mit seinem empfehlenswerten Kuchenbuffet.
Über den Lopper zum Renggpass Nr. 1419
Stansstad Schiffländte — Hergiswil Schiffländte • NW

Über den Lopper zum Renggpass

Die Wanderung beginnt mit der Schifffahrt von Luzern nach Stansstad, wie früher, als es noch keine Strasse und keine Eisenbahn gab. Und sie meidet die touristischen Magnete rund um den Vierwaldstättersee. Stattdessen erstreckt sich der Weg einsam - dafür mit prächtiger Aussicht auf Pilatus, Rigi, Bürgenstock und Stanserhorn - über den Lopper, den Berg, der die Horwerbucht vom Alpnachersee trennt. Nach einem steilen Aufstieg vorbei an der Lopperkapelle führt der erste Teil der Wanderung über die Südseite des Loppers. Hier herrscht eine Wärme liebende Vegetation mit Föhren, Orchideen und Eiben. Ab dem Renggpass ändert sich das Klima. Das zeigt schon der kurze Abstieg hinunter zur Renggkapelle. Nun dominieren die Buchen, und im Unterwuchs gibt es Hirschzungen. Über Wiesen und Weiden geht es zum Renggeli und weiter zum ehemaligen Restaurant Brunni. Dem Steinibach entlang gelangt man hinunter nach Hergiswil. Immer wieder finden sich unterwegs vernässte Weiden mit Orchideen. Wo der Weg auf die ersten Häuser trifft, ist der Steinbach mit haushohen Mauern verbaut. Das zeigt: Bei Unwetter ist das beschauliche Wasser ein Wildbach. Wieder geht es über Matten hinunter zum alten Dorf und zur Kirche. Die Schifflände liegt direkt darunter. Während der ganzen Wanderung sind das Panorama und der Blick auf die bekannten und berühmten Gipfel rund um den Vierwaldstättersee überaus prächtig. Gegen Süden sieht man sogar die weissen Schneeberge ob Engelberg.
Grosse Vielfalt am Alpnachersee Nr. 1068
Alpnachstad — Stansstad Schnitzturm • OW

Grosse Vielfalt am Alpnachersee

Im Städerried bei Alpnachstad, das seit 1999 unter kantonalem Naturschutz steht, gelten strenge Regeln - so ist zum Beispiel das Verlassen der markierten Wege weitgehend verboten. Deshalb darf der Nachwuchs zwar nicht auf den saftigen, von Schilf gesäumten Wiesen herumtollen, kann aber dafür auf Schritt und Tritt eine äusserst vielfältige Tierwelt entdecken. Dazu lohnt es sich, den Feldstecher mitzunehmen. Seit den 1960er-Jahren wurden hier nicht weniger als 200 verschiedene Vogelarten gesichtet, darunter die Rohrdommel, der Seidenreiher, der Flussregenpfeifer, die Rohrweihe und sogar der in unseren Breitengraden selten gewordene Wiedehopf. Auch viele Reptilien und Amphibien sind im Städerried heimisch. Im flachen Gebiet, wo die Chli Schliere in den Alpnachersee mündet, finden kleine und grosse Baumeister alles, was sie für das Errichten von Staudämmen und anderen Kunstwerken brauchen: Steine in allen Formen und Grössen, Schlamm, Äste und sonstiges Schwemmgut. Die Route von Alpnachstad bis Stansstad, eine Halbetappe des Waldstätterwegs, führt zunächst quer durch das Naturschutzgebiet und anschliessend hinauf in den Hinterbergwald, in dessen Unterholz sich Frösche und Nattern verstecken. Dahinter öffnet sich ein herrlicher Blick auf den See und die umliegende Landschaft, der für einige Abschnitte auf Hartbelag entschädigt. Ebenso eindrücklich, wenn auch auf etwas andere Art, ist der neu eröffnete Steinbruch Rüti mit seinen riesigen Schuttbergen. Hier ist werktags leider mit Mehrverkehr zu rechnen. Nur wenig später ist auch schon das idyllische Stansstad erreicht, wo die Wanderung einem Besuch des historischen Schnitzturms aus dem Mittelalter zu Ende geht.
Seen und Schifffahrt Nr. 0668
Wissifluh — Rigi Kaltbad • LU

Seen und Schifffahrt

Aus Kulturgüterschutzsicht ist der Start der Wanderung der Höhepunkt. Mit einem der fünf Dampfschiffe¹, die auf dem Vierwaldstättersee verkehren, gehts von Luzern nach Vitznau, vorbei an bedeutenden Bauten¹, die am Ufer zu sehen sind. Die Dampfschiffe sind nicht nur technikgeschichtlich höchst interessant, sondern bestechen auch durch zum Teil sehr fein geschaffene Salons, Treppen und Fenster aus edlen Hölzern. Von Vitznau führt eine kleine, abenteuerliche Seilbahn auf die Wissiflue. Romantikern sei die Anreise am Vortag empfohlen, mit Übernachtung im kleinen Hotel. Von der Wissiflue durchqueren wir zunächst auf schmalem Waldpfad ein Felsband und steigen nach Hinderberge auf, wo eine andere Seilbahn von Vitznau heraufführt. Von dort gehts recht steil hinauf zur Gletti. Danach folgt eine Hangpassage mit grandioser Panoramaaussicht. Bei Understette biegt der Weg in die Strecke ein, die von Rigi Scheidegg herkommt. Bei der recht breiten Strasse handelt es sich um das ehemalige Bahntrassee der Rigi‑Scheidegg‑Bahn, die in den 1940er‑Jahren aufgegeben wurde: Als Zeugen der alten Bahnverbindung existieren noch ein Viadukt, ein Tunnel und Stützmauern. Als letztes Highlight der Wanderung wartet bei First ein Felsenweg, der zwar mit Geländern gesichert ist; dennoch ist ein gewisses Mass an Vorsicht erforderlich. Ein Teersträsschen führt nach Rigi Kaltbad, wo die Rigi‑Bahn entweder zurück nach Vitznau oder via Rigi Staffel/Rigi Kulm zum Hochperron¹ der Bahn nach Arth‑Goldau führt.

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3311T Pilatus-Rigi

CHF 13.50

245T Stans

CHF 22.50

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Nidwalden Zentralschweiz Wanderung Sommer Höhen- und Panoramawanderung für Familien mittel T1

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