Malvaglia, Rongie • TI

Zurück in die Vergangenheit im Bleniotal

Auf dieser Wanderung wird man in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt. Im Schatten von Kastanienbäumen wandert man durch alte, zum Teil verlassene Dörfer und zu einer der grössten und bedeutendsten Burgruinen der Südschweiz. Dem Zerfall ausgesetzte Häuser mit eingestürzten Dächern erinnern an früher. Von Rongie aus überquert der Weg den Fluss Brenno und schlängelt sich anfangs durch Weinreben bis an die Abzweigung in Ganne Fuori. Die nächsten paar Hundert Meter verlaufen auf der Dorfstrasse an Gärten vorbei. Ab Ludiano steigt der Weg an und verläuft im Schatten von Kastanien immer mehr im Wald. Weit weg von Trubel und Lärm und gemächlich steigend führt der Weg weiter bis zur Ruinensiedlung Selva Piana, wo noch im Jahr 1900 über 300 Menschen gelebt haben sollen. Hier öffnet sich die Sicht auf das Bleniotal und die umliegenden Berge. Ein Panoramapunkt mit Tisch und Bank lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Nach einem letzten Aufstieg erreicht man in Navone bereits den höchsten Punkt der Wanderung. Von hier an geht es wieder durch den Wald über einen historisch wirkenden Weg Steinstufe um Steinstufe sachte zurück ins Tal. Den krönenden Abschluss macht das Castello di Serravalle, wo der Weg mitten durch die Ruinen verläuft.

Information

Erreichbar ist Rongie mit dem Postauto von Biasca.

 

Bed & Breakfast Casa Merogusto, Malvaglia,
091 870 13 00, www.meretbissegger.ch

Wanderung Nr. 1967

Publiziert 2022 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Loïc von Matt

Wanderroute

Malvaglia, Rongie
0:00
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Rongie
0:06
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restaurant
accommodation
shopping
Ganne Fuori
0:18
0:12
Ludiano
0:30
0:12
Selva Piana
1:04
0:34
Navone
1:27
0:23
Semione
2:05
0:38
Castello di Serravalle
2:19
0:14
Ganne Fuori
2:29
0:10
Rongie
2:37
0:08
restaurant
accommodation
shopping
Malvaglia, Rongie
2:42
0:05
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Im Banne des Moléson Nr. 1970
Moléson-sur-Gruyères • FR

Im Banne des Moléson

Auf dieser Rundwanderung zum Gros-Moléson kann man die wohltuende Ausstrahlung des Moléson, des bekanntesten Berges im Greyerzerland, erleben und dabei seine Waden schonen. Von der Bushaltestelle Moléson-sur-Gruyères geht es zur Talstation der Standseilbahn. Dort beginnt der Aufstieg – zuerst auf einer Kiesstrasse, die wenig später zu einem schmalen Pfad wird, der durch die grüne Landschaft aufwärtsführt. Der imposante, felsige Moléson zieht die Wandernden in seinen Bann und erfüllt das Klischee, das man vom Greyerzerland hat, voll und ganz. Zu den Klischees gehören auch die schwarz-weissen Kühe, die Alphirten in der traditionellen Sennentracht und die Hymnen «Le Ranz des Vaches» und «Le Vieux Chalet». Und selbstverständlich das Starprodukt der Region, der Greyerzerkäse, der seit über 200 Jahren gekonnt als touristischer Höhepunkt vermarktet wird. Doch kann man von Klischees reden, wenn die Traditionen, die für das Greyerz zahlreich sind und zur Greyerzer Kultur gehören, sich ständig verändern und dadurch lebendiger sind denn je? Darüber lässt sich auf dem nächsten Wegstück dem Berghang entlang sinnieren. Bald erreichen die Wandernden den Gros-Moléson, ein grünes Paradies, wo man im saftig-grünen Gras picknicken und dabei die Greyerzer Berge betrachten kann. Nach der Pause geht es weiter auf einem schönen, weiss-rot-weiss markierten Weg in Richtung Plan-Francey. Von dort aus beginnt man mit dem Abstieg – zuerst auf einem breiten Weg bis Grosses-Clés, danach auf einem steil und im Zickzack bergab führenden Pfad. Dieser führt an einer für Besucher geöffneten Alpkäserei vorbei.
Relikte von früher im Calancatal Nr. 1916
Selma • GR

Relikte von früher im Calancatal

In erhabener Lage präsentiert sich Landarenca – ein autofreies Vorzeigedörfchen, in dem es sich auch gut speisen und übernachten lässt. Einst lebten an die 100 Menschen hier, heute sind es noch 12 ganzjährige Bewohner. Wald stockt auf einigen ehemaligen Ackerterrassen. Aus der ehemaligen Schule ist ein Ostello geworden, aus der ehemaligen Post eine Osteria. Ausgangspunkt der Wanderung ist Selma. Praktisch, dass die Seilbahn nach Landarenca in Selbstbedienung funktioniert und man sich keine Öffnungszeiten merken muss. Nach der gemütlichen Anreise in die Höhe lohnt sich ein Bummel durch das Dorf. Den Wanderschildern nach Arvigo folgend, biegt man am südlichen Dorfrand links in den abwärtsführenden Weg. Erst etwas steiler abwärts, dann aber in einer flacheren Querung durch lockeren Waldbestand, der immer wieder schöne Ausblicke erlaubt. Bald passiert man die Kapelle San Lucio e Gottardo an einem Felssporn, und es geht wieder steiler abwärts. Erneut folgt ein flacher Abschnitt durch eine wilde Felsenlandschaft, bevor sich die Route vorbei am Maiensäss von Mont allmählich nach Arvigo senkt. Die Wanderroute führt an der Kirche vorbei zum Dorfplatz. Die Fassade der «Casa di Circolo» ist mit den Wappen aller Calancagemeinden geschmückt. Über eine Bogenbrücke wird ans linke Ufer der Calancasca gewechselt. Immer wieder laden kleine Sandbuchten und Badeplätze zum Verweilen ein. Spannend auch das Bergsturzgelände, durch das sich der Pfad schlängelt, wo riesige Felsbrocken kleine Tunnel und verzauberte Winkel bilden. Nach einem fast schluchtartigen Engpass weitet sich der Talgrund wieder etwas, und Selma taucht auf. Über die Brücke kehrt man zur Hauptstrasse und Bushaltestelle zurück.
Rundwanderung im Val Malvaglia Nr. 1909
Dègro, stazione filovia • TI

Rundwanderung im Val Malvaglia

Die Wanderung beginnt bei der Bergstation der Gondelbahn, etwas erhöht über dem sehenswerten Dörfchen Dagro. Mit Blick zu den herbstlich verschneiten Dreitausendern führt der von Trockensteinmauern gesäumte Wanderweg hoch Richtung Pianzéi und Alpe di Prou. Mit dem Wiederaufbau der Trockensteinmauern wurden historische Wegabschnitte wieder aufgewertet, die typisch sind für die Region. Nach Cascina di Dègro erfordert der steinige Zickzackpfad im Bergwald etwas Konzentration, damit man auf der richtigen Spur bleibt. Am besten hält man sich an die ausgetretenste Spur. Bald lichtet sich der Wald, und der nun wieder deutliche Bergweg führt an der Selbstversorgerhütte Capanna Prou vorbei und hinüber zur Alpe di Cióu. Neben den Steinhäusern starten oft Gleitschirmflieger zu ihren Flügen über dem Tal. Hier beginnt der Abstieg zurück nach Cascina di Dègro und von dort auf dem gleichen Weg, aber nun mit Aussicht Richtung Süden und Westen weiter hinunter zur Bergstation. Vor dem Besuch des einladenden Restaurants wenige Schritte daneben lohnt sich ein etwa dreiviertelstündiger Abstecher den wiederaufgebauten Trockensteinmauern entlang hinunter ins Dörfchen Dagro.
Den Kirchen folgend über dem Valle Leventina Nr. 1857
Bodio TI — Giornico, Paese • TI

Den Kirchen folgend über dem Valle Leventina

Der erste Abschnitt führt auf Hartbelag durch das Dorf Bodio, wo wie in allen Dörfern in der Leventina seit dem Bau der Autobahn in den 80er-Jahren nichts los ist. Von Personico steigt man auf einem Pfad und kurzen asphaltierten Wegstücken durch für das Tessin typische, knorrige Kastanienwälder empor. Er schlängelt sich durch den steilen Wald und über eine steinerne Brücke zum höchsten Punkt der Wanderung, zum urchigen Weiler Faidal. Sogar hier trifft man auf eine kleine Kirche am Ende des Dorfes, von dem man einen tollen Blick ins Valle Leventina hat. Der Abstieg erfolgt über einen schmalen Pfad hinunter durch Wälder und Wiesen, an einzelnen Hütten und Ruinen vorbei. Kurz oberhalb von Monda lohnt sich ein kleiner Abstecher vom Weg, um einen Wasserfall zu entdecken. An einem Bildstock vorbei führt die Route über Treppenstufen, die bei nasser Witterung rutschig sind und gutes Schuhwerk erfordern, nach Giornico, ins Dorf mit sieben Kirchen, einst politischer und religiöser Hauptort der Leventina. Der Blick auf die drei Kirchen San Nicolao, eine der ältesten Kirchen im Tessin, San Michele und Santa Maria del Castello ist eindrücklich. Über eine alte Römerbrücke überquert man den Fluss Ticino und erreicht das Dorfzentrum.

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266T Valle Leventina

CHF 22.50

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Tessin Tessin Bergwanderung Sommer Höhen- und Panoramawanderung Rundwanderung für Familien mittel T2

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