Morges — Allaman gare • VD

Von Morges nach Allaman

Morges, einst eine wichtige Handelsstadt am Genfersee, ist heute vor allem touristisch geprägt. Kleine Restaurants, in denen lokale Weine ausgeschenkt werden, Märkte und belebte Geschäfte sind in der Innenstadt von Morges anzutreffen. Morges wird auch die Blumenstadt genannt, denn jedes Jahr wird mit dem Tulpenfest die Rückkehr des Frühlings gefeiert. Beginn der Wanderung ist am Bahnhof Morges. Die Route führt zunächst durch die belebte Innenstadt zur Schiffländte. Am Ufer des Genfersees entlang geht es vorbei am Schloss und durch den Parc de l’Indépendance, wo im April das Tulpenfest stattfindet. Der Forellenlehrpfad, der nun den Wanderer die nächsten sieben Kilometer begleitet, folgt zunächst der Uferpromenade bis zum Mündungsgebiet des Boiron. Von dort führt die Route flussaufwärts, den lieblich dahingleitenden Bach immer mal wieder über eine Brücke querend. Zwölf Beobachtungsstandorte mit Informationstafeln säumen den Themenweg und bieten Einblick in Natur und Geschichte der Region. Zur Sprache kommen dabei etwa die Pfahlbauerfunde bei Morges, die Pflanzen- und Tierwelt des Genfersee-Ufergürtels, das Fischereiwesen und die im Genfersee lebenden Fische. Am Ende des Themenwegs führt der Wanderweg aus dem Wald hinaus nach St-Prex, einem mittelalterlichen Städtchen mit einem sehenswerten Kern. Der nächste Höhepunkt lässt nicht lange auf sich warten - der Fluss Aubonne. Unter Naturschutz gestellt, fliesst die Aubonne scheinbar unverbaut und ziemlich wild Richtung Genfersee. Das letzte Stück führt nun durch die Rebberge hoch nach Allaman. Schon von weitem ist das Schoss zu erkennen. Der Bahnhof liegt dann noch etwa 500 m ausserhalb des Dorfes.

Information

Erreichbar sind Morges und Allaman mit dem Zug ab Lausanne.

Wanderung Nr. 1582

Publiziert 2019 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Alexandra Blatter

Wanderroute

Morges
0:00
0:00
Château de Morges
0:15
0:15
Embouchure du Boiron
0:52
0:37
St-Prex
2:18
1:26
Buchillon
3:07
0:49
Les Batiaux
4:00
0:53
Allaman
4:21
0:21
Allaman gare
4:32
0:11
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Von Schloss zu Schloss im Rebberg von La Côte Nr. 2354
Rolle — Prangins, Musée national • VD

Von Schloss zu Schloss im Rebberg von La Côte

Schon die Römer haben entlang der Moräne, die der Rhonegletscher entlang des Genfersees formte, Wein angebaut. Vom Schloss Rolle führt der Weg den Hang hinauf in das rund 2000 Hektaren grosse Weinbaugebiet La Côte, eines der grössten der Schweiz. Bis Bugnaux, dem Kulminationspunkt der Wanderung, geht es vorbei an den Schlössern Le Rosey und Chatagneréaz. Wie in den Waadtländer Rebbergen üblich, verläuft der Weg meist auf asphaltierten Wegen. Die Sicht auf die Reben, den Genfersee und die Savoyer Alpen mit dem Mont Blanc entschädigt die Wandernden für diese Mühsal. Am Château de Vincy vorbei führt der Weg über Gilly nach Bursins, der Heimat von Bundesrat Guy Parmelin. Sein Dorf zählt neben zwei Schlössern auch zwei typische Landbeizen, die zu einem Glas Chasselas einladen. Weiter geht es durch die Reben Richtung Westen an den zwei Schlössern in Vinzel vorbei nach Luins. Ein Abstecher hinter die strassenseitige Mauer des Schlosses lohnt sich, vor allem, wenn der Degustationsraum geöffnet hat. Nun führt der Weg leicht bergauf Richtung Begnins, dem Dorf mit der grössten Schlossdichte. Am besten zu sehen ist vom Weg aus das Manoir de Cottens, während vom Château de Menthon und vom Château de Martheray nur die Rückseite oder die Aussenmauer sichtbar sind. Einzig von Le Manoir im Dorfkern ist die repräsentative Fassade von der Strasse aus zu sehen. Von Begnins führt der Weg hinunter zum Bach La Serine. Fortan geht es auf Naturwegen im Schutz schmaler Waldstreifen vorwärts. Während des Zweiten Weltkriegs baute die Armee hier eine Verteidigungslinie. Die Tobleronezacken aus Beton sowie ein entsprechender Lehrpfad säumen den Weg zum Genfersee. Linkerhand befindet sich auf dem Gelände der Villen von Napoleons Nachkommen ein Golfplatz. Nach einer kurzen Einkehr im Strandbistro von Promenthoux geht es das letzte Stück hoch zur welschen Dépendance des Nationalmuseums im Schloss Prangins.
Frühling neben den Flüssen Nr. 1187
Bremgarten AG — Hedingen • AG

Frühling neben den Flüssen

Bremgarten ist ein hübsches Städtchen. Wer sich etwas länger umsehen möchte, möge dafür genug Zeit einplanen, denn die Wanderung zieht sich teilweise etwas in die Länge. Sie ist dafür sehr abwechslungsreich. Zunächst geht es der Reuss stadtauswärts entlang. Schattig ist der Beginn der Wanderung durch den grünen Laubwald, das Wasser glitzert in der Morgensonne. Da macht man den kleinen Umweg entlang des Ufers sehr gern. Beim Austritt aus dem Wald wird die Reuss das erste Mal überquert und dies auf sehr schöne Weise: die gedeckte Holzbrücke ist ein nächstes Highlight der Wanderung. Am anderen Ufer werden Spuren von Bibern an den Bäumen sichtbar. Schon verrückt, wenn man bedenkt, dass diese ganze Bäume nur mit ihren Zähnen fällen… Das nächste Stück bei Hermetschwil im Naturschutzgebiet entlang des Flachsees wird - Sie haben es erraten - flach und lang. Wer gerne Tiere beobachtet, kommt auf seine Kosten. Allen empfohlen sei ein guter Sonnenschutz, denn auf diesem Stück ist man ihr ohne Schattenspender komplett ausgesetzt. Schatten gibt es wieder am Ende des Sees, wenn das Naturschutzgebiet hinter einem liegt. Hier bietet sich eine kurze Rast am Flussufer bei romantischer Stimmung an. Frisch gestärkt wird das Dorf Jonen durchquert, worauf im Jonental wieder eine Überraschung in Form einer Kapelle mitten im Wald folgt. Der Ort ist kraftvoll und mystisch und strahlt eine gewisse Ruhe aus. Von hier folgt der erste und einzige nennenswerte Aufstieg durch den Wald. Die Jonen führt einen aus dem Wald heraus ins Dorf Zwillikon, wo man schlussendlich über Feldwege nach Hedingen gelangt und von dort aus die S-Bahn in Richtung Zug oder Zürich nimmt.
Weinwandern im Lavaux Nr. 0777
Lutry — Vevey • VD

Weinwandern im Lavaux

Durch die Weinterrassen im UNESCO-Welterbe Lavaux führen zahlreiche gut ausgeschilderte Wanderwege mit überwältigender Aussicht auf den Genfersee, die Berge des Waadtlandes, des Wallis und die Savoyer Alpen. Eine Durchquerung dieser Welt der Reben verbindet das Fischerdörfchen Lutry mit Vevey. Der Weg schlängelt sich in zahlreichem Auf und Ab von Winzerdorf zu Winzerdorf über die zur Arbeitserleichterung der Winzer geteerten Betriebswege. Es geht zunächst hinauf nach Aran und noch höher nach Grandvaux mit seinen hohen alten Häusern, danach abwärts über Riex nach Epesses, dem Reich des Grand Cru Calamin. Am Wege warten grandiose Aussichtsplätze und romantische Picknickpunkte, wie jener mit Blick auf Treytorrens oder derjenige, der von einem Felsen aus Aussicht auf Rivaz und weite Buchten des Sees und die Berge bietet. In den Weingütern Clos de Moines und Clos des Abbayes, wo in der Umgebung jene Trauben gedeihen, aus denen der Grand Cru Dézaley gekeltert wird, lebten im Mittelalter Mönche, welche die ersten Terrassen für die Rebbepflanzung anlegten. Im Turm von Marsens, der oberhalb des Weges zu erkennen ist, sollen sie vor Verfolgung Zuflucht gesucht haben. Eine Abzweigung von der Wanderroute führt hinauf nach Chexbres, einen der wenigen grösseren Orte in den Weinbergen des Lavaux. Auf der Aussichtsterrasse des Hotel de la Poste lässt sich in dem Ort, wo auch der Lavaux Panoramic startet, bei einem kühlen Wein ein herrlicher Blick aus der Höhe geniessen. Es geht nun nach diesem kleinen Abstecher hinab nach St. Saphorin, vorbei am aussichtsreichen Rastplatz Vigne à Gilles, der an den einheimischen Schriftsteller Jean Villard Gilles erinnert. Oberhalb der alten Kirche ist der Weg nach Vevey ausgeschildert. Am Seeufer von Vevey befindet sich die Statue von Charlie Chaplin, dessen Wohnhaus im Nachbarort Corseaux steht.
Kulturgüter im Unterwallis Nr. 0770
St-Maurice — Martigny-Bourg • VS

Kulturgüter im Unterwallis

Die Wanderung von St‑Maurice nach Martigny bietet viele Möglichkeiten, um bedeutende Kulturgüter aus verschiedenen Epochen zu besichtigen, aber auch Naturschauspiele wie den schon 1779 von Goethe beschriebenen Pissevache‑Wasserfall oder die Trientschlucht. Die Route verläuft auf einem Teilstück der Via Francigena, einem von zwölf Kulturwegen, welche die Organisation ViaStoria in der Schweiz erarbeitet hat. Bei Vernayaz wird der Wanderweg von der Via Cook gekreuzt. Jene folgt der Strecke, die der englische Tourismuspionier Thomas Cook 1863 mit seiner Reisegruppe zurücklegte, als er erstmals die Schweiz bereiste. Kulturhistorisch Interessierte reisen besser schon am Vortag in St‑Maurice an, um die im Jahre 515 gegründete¹ mit ihrem Kirchenschatz¹, einem der reichsten in Europa, auf einer Führung zu besichtigen. Auch die archäologischen Grabungen¹ und das Archiv¹ sind bedeutend. Etwas weiter nördlich kann man dem alten Zollhaus¹ und dem Château¹, wo sich das Militärmuseum¹ befindet, einen Besuch abstatten. Vom Bahnhof St‑Maurice führt die Wanderung über Les Emonets durch den Bois Noir nach Evionnaz, dann dem Hangfuss entlang über La Balmaz und Miéville nach Vernayaz. Leider verläuft ein Grossteil der ersten Weghälfte auf Hartbelag, mit einer schlimmen Passage nach La Balmaz direkt neben Autostrasse und Eisenbahn. Die Fortsetzung mit dem Pissevache‑Wasserfall und märchenhaften Pfaden im Wald ist jedoch sehr attraktiv. Kurz nach Vernayaz lohnt sich ein Abstecher in die Gorges du Trient unbedingt: Über eine hölzerne Galerie, durch Metallnetze vor Steinschlag geschützt, kann man die wilde Schlucht erkunden. Mehrheitlich über Waldwege geht es nach Martigny, wo Nimmermüde noch die Burg La Bâtiaz¹, römische Stätten¹ oder die Fondation Gianadda¹ besuchen können.

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261T Lausanne

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