Frühlings-/Sommer-/Herbst-Edition

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Post-Förderpreis Frühlings-/Sommer-/Herbst-Edition

Wanderwegprojekte

Diese Auszeichnung prämiert attraktive Wanderwegprojekte mit Finanzierungslücke. Gefördert werden vor allem Vorhaben, die ein landschaftliches und kulturelles Erlebnis ermöglichen, gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sind und sich publikumswirksam kommunizieren lassen. Projekte, die sich für Familien eignen, sind besonders erwünscht.

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Der Verband Schweizer Wanderwege verleiht im Frühjahr 2026 zusammen mit der Schweizerischen Post den Post-Förderpreis.


Diese Auszeichnung prämiert attraktive Wanderwegprojekte mit Finanzierungslücke. Gefördert werden vor allem Vorhaben, die ein landschaftliches und kulturelles Erlebnis ermöglichen, gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sind und sich publikumswirksam kommunizieren lassen. Projekte, die sich für Familien eignen, sind besonders erwünscht.

Die kantonalen Wanderweg-Organisationen, Gemeinden, Vereine und viele weitere leisten vor Ort viel Arbeit für attraktive Wanderwege. Mit dem Post-Förderpreis verleihen die Schweizer Wanderwege und die Schweizerische Post ihrer Anerkennung dieses Engagements Ausdruck und geben den Projekten und ihren Trägern ein Gesicht.

Der Post-Förderpreis…

  • ist Ansporn, die Qualität von Wanderweg-Infrastrukturen fortlaufend zu verbessern;
  • macht engagierte Projektträger bekannt und unterstützt sie finanziell für die Realisierung ihrer «Gewinner-Wanderwege»;
  • stellt Wandernden attraktive, erweiterte oder kürzlich erstellte Wanderwege vor.


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  • Träger Post-Förderpreis

    Der Post-Förderpreis wurde 2017 im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Schweizerischen Post und dem Verband Schweizer Wanderwegen ins Leben gerufen und 2018 erstmals verliehen. Dieser setzt sich gemeinsam mit den 26 kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen für ein attraktives, flächendeckendes und sicheres Wanderwegnetz in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ein.

Kontakt

Leandro Oetiker

Leandro Oetiker

  • Beratung Kantone: FR, GE, VD, NE, LU
  • Wanderweg-Fonds, Mobiliar Fonds Brücken und Stege, Prix Rando, Post-Förderpreis
  • Fachtagung und -exkursion
  • Kurs Bau und Unterhalt FR
+41 31 370 10 32
Anna Kocher

Anna Kocher

Sponsoring und Partnerschaften

+41 31 370 10 46

Unterstützte Projekte

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Aufwertung eines Wanderwegabschnitts in der Gemeinde Schattenhalb

Schattenhalb liegt im Berner Oberland im Haslital, ganz in der Nähe der Aareschlucht. Ihren Namen verdankt die Gemeinde ihrer Lage, sie befindet sich nämlich am, auf der Schattenseite gelegenen, Berghang südlich von Meiringen.

Auf der bestehenden Wanderwegroute, die von Meiringen Richtung Rosenlaui und der Schwarzwaldalp weiter nach Grindelwald führt, verläuft ein Wegabschnitt auf der vielbefahrenen Scheideggstrasse. Von Brigglesyten bis nach dem Schwandgraben teilen sich Wandernde, Autos, landwirtschaftlicher Verkehr, Bikes sowie Postautos die zum Teil schmale Strasse. Das ist für Fussgänger:innen nicht nur unattraktiv, sondern auch gefährlich und es entstehen Konflikte mit den anderen Verkehrsteilnehmenden.

Grund genug zum Handeln, findet die Gemeinde Schattenhalb und will ein neues Wegstück weg von der Strasse bauen. Peter Huber, Projektleiter, meint: «Die Wanderland-Routen 1, Via Alpina, und 38, Via Berna, verlaufen über diesen Wanderwegabschnitt. Mit der geplanten Verlegung weg vom Asphalt- auf Naturbelag sowie in die Nähe des Wildbachs Rychenbach, werten wir die beliebte Strecke enorm auf und erhöhen die Sicherheit der Wandernden erheblich. Der finanzielle Zustupf vom Post-Förderpreis ist für uns sehr wichtig und wir sind dankbar, dass das Geplante derart überzeugt hat.»
Das Vorhaben der Gemeinde erfüllt übrigens auch ein wichtiges Anliegen des Kantons und der Berner Wanderwege: Wanderwege sollen nach Möglichkeit nicht auf Hartbelag oder festbekiesten Oberflächen, sondern auf wanderfreundlichen Naturbelägen verlaufen.

Für die Post-Förderpreis-Jury war die Wegverlegung weg von der Strasse und in die Nähe des Rychenbachs sowie die neue, viel attraktivere Wegführung ausschlaggebend. Dadurch sind die Sicherheit der Wandernden und ein positives Wandererlebnis gewährleistet. Ab dem 17. Mai 2025 kann das neue Wegstück begangen werden.

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Giro dei Secoli in Poschiavo: Historische Wegabschnitte werden saniert und zu einem Rundweg vereint

Das Valposchiavo ist eine Region, die vom 2300 Meter hohen Berninapass bis zum italienischen Grenzort Campocologno (550 m. ü. M) reicht. Eine Vielzahl von Naturschönheiten sowie hübsche Städtchen und Dörfer machen das Tal zu einer der abwechslungsreichsten Landschaften der Schweiz. Die Ortschaft Poschiavo ist der Hauptort im Tal und dort befindet sich der Giro dei Secoli. Er bildet einen Rundweg von Poschiavo bis zur Burgruine Castellasc.

Nun werden im Rahmen eines Architekturwettbewerbs drei Wegabschnitte denkmalpflegerisch instand gestellt und um einen weiteren Abschnitt ergänzt, damit ein Rundweg entsteht. Federführend im Projekt ist der Verein il Risveglio, der den Giro dei Secoli durch mehrere Massnahmen, die zum Teil bereits ausgeführt wurden, neu aufleben lässt. Dazu Giacomo Paravicini, Präsident von il Risveglio: «Wir stellen die historischen Teilabschnitte wieder instand, so dass sie begehbar sind und auch künftigen Generationen erhalten bleiben. Weiter sind am Weg Panoramablicke ins Tal geplant. Um diese zu ermöglichen, lichten wir die Vegetation partiell. Einen Teilabschnitt führt als gepflasterter Hohlweg zur Burgruine Olzate. Diesen restaurieren wir ebenfalls fachgerecht und ergänzen die Route mit einem neuen Wegstück, damit bis zum Schluss ein geschlossener Rundgang entsteht. Wir freuen uns sehr über den finanziellen Beitrag des Post-Förderpreises und bedankt uns herzlich bei der Schweizerischen Post und den Schweizer Wanderwegen.»
Der Giro dei Secoli ist fast das ganze Jahr begehbar. Er ist das ideale Naherholungsgebiet für Einheimische und bietet Tourist:innen eine attraktive Rundwanderung. Der Rundgang mit 2,3 km Länge und einer Höhendifferenz von 550 Metern ist in ca. einer Stunde zu meistern.

Der Post-Förderpreis geht dieses Jahr nach Poschiavo, weil ein bedeutender historischer Wanderweg, nahe am beliebten Poschiavo, zu neuem Leben erweckt wird. Er ist attraktiv und abwechslungsreich für Familien mit Kindern und gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Läuft alles nach Plan, ist der Giro dei Secoli im Sommer 2025 fertig. Die Eröffnung des Weges findet am 29. Juni statt.

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Im Val Müstair zieht ein Wanderwegabschnitt um

Herrliche Blumenwiesen im Frühling, Gipfel, Passübergängen und Höhenwegen im Sommer und Herbst locken viele Naturliebhaber ins Val Müstair. In diesem Idyll verläuft der Wanderweg «A la riva dal Rom», als Teil der lokalen Wanderland-Route 801 und der regionalen Wanderland-Route 43 (Jakobsweg Graubünden). Der Weg führt von der Quelle des Rombachs in Tschierv bis zur italienischen Grenze in Müstair. Er ist allseits beliebt: Familien, Wandergruppen, Naturliebhaber und Trailläufer erholen sich am natürlichen Flussufer des Rombachs und in den weitgehendst unberührten Auenwälder.

Aktuell ist der Wanderweg in Chasseras unterbrochen und Wandernde müssen ein Stück der Kantonsstrasse entlang gehen, um diese dann zu überqueren. Das birgt ein hohes Unfallrisiko, da kein Trottoir vorhanden ist. Die Gemeinde Val Müstair hat sich darum entschieden Massnahmen zu ergreifen. Dazu Florian Flechsig von der Cumün da Val Müstair. «Geplant ist ein neuer Abschnitt, von Sielva bei Sta. Maria bis Chasseras bei Müstair. Wir verlegen den Bergwanderweg von der linken auf die rechte Seites des Rombaches und die neue Route unterquert die Brücke der Kantonsstrasse. So umgehen Wandernde die Gefahrenstelle in Chasseras und geniessen das Naturschauspiel noch mehr. Zudem wird der Weg auf der anderen Seite des Bachs auch weniger von Überschwemmungen betroffen sein.»

Der Post-Förderpreis geht dieses Jahr ins Val Müstair, weil die Massnahmen wesentliche Verbesserungen, allem voran die Beseitigung einer gefährlichen Stelle, mit sich bringen. Der Wanderweg liegt auf dem Jakobsweg und ist stark frequentiert, was den Sicherheitsaspekt umso wichtiger macht. Florian Flechsig ist dankbar um den Zustupf an die Gemeindekasse. «Wir planen das Projekt bereits über 10 Jahre und sind froh, dass es jetzt endlich zur Umsetzung kommt.» 2024 sollen die baulichen Massnahmen abgeschlossen sein.

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Im Taminatal verschwindet eine Lücke im Wanderwegnetz

Das Dorf Vadura liegt auf der rechten Seite des Taminatals, 957 Meter über Meer in der Gemeinde Pfäfers, St Gallen. Unweit von Vadura entfernt liegt der Mapragg Stausee. Früher gab es einen Wanderweg, der das kleine Dorf mit dem Stausee verband. Seit der Schliessung dieses Wegs klafft eine Wanderwegnetz-Lücke im mittleren Taminatal. Ausserdem ist Vadura seit der neuen Linienführung des Öffentlichen Verkehrs nicht mehr an die Postauto-Hauptlinie angeschlossen. «Die Wiederherstellung des Wanderwegs bringt uns zwei grosse Vorteile.» wie Beat Jäger von der Gemeinde Pfäfers erklärt. «Einerseits schliessen wir so die Lücke im Wanderwegnetz zwischen Mapragg und Vadura - vom Mapragg-See wie auch von Vadura aus gibt es schöne Routen, die dann wieder zusammenhängen. Zum anderen erhält Vadura einen bequemen und sicheren Zugang zur Postauto-Haltestelle Maprag, und ist wieder an den Öffentlichen Verkehr angeschlossen.»

Da der Maprag-See ab Vadura gegenwärtig nur über die Autostrasse, die teilweise durch Kurven mit Tobel führt, zu erreichen ist, erhöht das Vorhaben die Sicherheit der Wandernden sowie der lokalen Bevölkerung.

Der Post-Förderpreis 2024 geht ins Taminatal, weil die Jury eine grosse Verbesserung der aktuellen Situation sieht: Die Massnahme schliesst eine Netzlücke, umgeht Gefahrenstellen und reduziert durch die Umgehung der Autostrasse den Hartbelag auf dem Wanderwegnetz. Zudem ist der Anschluss an den Öffentlichen Verkehr wieder gewährleistet. Das Projekt wird 2024 umgesetzt.

Gewinner Post-Förderpreis 2023

Wiederherstellung Wanderweg und Brücken Kemmeribodenbad, Schangnau (BE)









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Historischer Wanderwegabschnitt im Wallis erhält eine Totalrevision

Am Südhang des Rhonetals befindet sich Eggerberg und noch etwas weiter oben der Wiler Eggen. Ein Wanderweg verbindet die beiden Ortschaften. Der Wegabschnitt oberhalb von Eggerberg, rund 500m Richtung Eggen, hat in letzter Zeit besonders gelitten. Zum einen beschädigten ihn Erosionen und Unwettereinflüsse zum anderen lädierte die rege Nutzung durch Wandernde und Mountainbiker die Beschaffenheit zusätzlich. Es entstanden Gefahrenstellen und die Gemeinde Eggerberg entschied den Wegabschnitt zu sanieren.

Fabiola In-Albon, Vizepräsidentin der Gemeinde Eggerberg, meint dazu: «Der Wanderweg ist ein historischer Verkehrsweg. Er ist zwar beschädigt, aber in diesem Abschnitt sind Pflästerung und Trockensteinmauern aus früherer Zeit zum Teil noch gut erhaltenen und wir wollen diese im Zuge der Sanierung wiederherstellen. Dazu wird der Weg mit speziellen Steinen «Biken» neu gepflastert. Ebenfalls stellen wir die notwendige Entwässerung sicher, um die Erosion zu verlangsamen.». Diese Massnahmen werten den Wegabschnitt qualitativ auf und sorgen dafür, dass er langfristig erhalten bleibt.

Die Gemeinde Eggerberg ist froh über den Zustupf aus dem Post-Förderpreis. «Für eine so kleine Gemeinde wie Eggerberg ist jede finanzielle Unterstützung in diesem Projekt wichtig. Wir sind sehr dankbar, dass unser Vorhaben die Post-Förderpreis-Jury überzeugt hat.» freut sich Fabiola In-Albon. Der Post-Förderpreis-Jury liegen auch kleine Projekte, wie das in Eggerberg, am Herzen. Das Konzept der Sanierung überzeugte sie zudem derart, dass sie im Frühling 2024 einen freiwilligen Arbeitseinsatz am Weg leistet. Anfang Sommer 2024 ist das frisch sanierte Wegstück begehbar.

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Urner Sagenweg_Chlital_(c) Christian Perret

Bild: Christian Perret

Sanierung Urner Sagenweg im Schartihöreli

Für die Umsetzung des Urner Sagenwegs erhält der Verein Isenthal Tourismus den diesjährigen Post-Förderpreis. Zwei frisch gebaute Wegabschnitte machen den bestehenden Rundweg aufs Schartihöreli sicherer und Gäste können neu Sagenerzählungen lauschen.

In den letzten 20 Jahren hat der Verein Isenthal Tourismus mehrere Wanderwegstrecken aufgewertet und als Themenwege angelegt, beispielweise den Urner Mundartweg oder den Erlebnisweg Urchigs Handwärch. Nun folgt der Urner Sagenweg als weiteres Projekt, das Natur und Kultur verbindet. Zu den baulichen Massnahmen gehören zwei neue Wegabschnitte für die Erhöhung der Sicherheit, die Sanierung von verfallenen Wegstrecken sowie das Anbringen mehrerer kleiner Passerellen und Treppen. Zudem laden neue Picknickplätze zur aussichtsreichen Rast ein. Die Rundwanderung verläuft vom Dorf Isenthal via Nei im Chlital hinauf zum Wanggrat und zum Schartihöreli. Weiter gelangt man über Scharti und Saum entlang der Via Urschweiz zurück nach Isenthal. Als einfachere, familienfreundliche Variante geht es von der Gietisflue mit dem Kleinseilbähnchen hinunter ins Chlital und von dort wieder zurück nach Isenthal. Der Verein Isenthal Tourismus ist Projektträger und übernimmt im Auftrag der Gemeinde Isenthal auch den Unterhalt.

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Familienroute Grüenewald-Oeschinensee BE

Der Oeschinensee oberhalb von Kandersteg ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch aufgrund von Felssturzgefahr beim «Spitzen Stein» am Doldenhorn musste 2020 ein Teilgebiet um den idyllischen Bergsee gesperrt werden. Auch der für Familien geeignete Wanderweg, der von Kandersteg entlang des Oeschibachs via Grüenewald zum Oeschinensee führt, befindet sich im Gefahrenperimeter. Das Siegerprojekt sieht vor, den bestehenden Wanderweg etwas weiter hangaufwärts an eine sichere Lage zu verlegen. Dafür wird bei Grüenewald ein neuer Streckenabschnitt erstellt und die alte Route zurückgebaut. Die Kosten betragen insgesamt 110 000 Franken. «Mit dem Beitrag aus dem Post-Förderpreis können wir eine dringend erforderliche Sicherheitsmassnahme umsetzen und den Zugang zum Naturparadies um den Oeschinensee und seinem Wandergebiet sichern», freut sich James Reber, Leiter Gemeindebetriebe in Kandersteg. Ausserdem solle der neue Weg ein Naturerlebnis für Gross und Klein werden. Die Fertigstellung des Projekts ist für Herbst 2022 geplant.

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Wiederherstellung der Verbindung zwischen Palagnedra und Moneto TI

Erstmals geht der Post-Förderpreis ins Tessin – genauer ins Centovalli. Das Siegerprojekt stellt die Verbindung zwischen den Dörfern Palagnedra und Moneto wieder her. Diese liegen an einem Südhang im Centovalli oberhalb des Stausees Lago die Palagnedra. Weil die bestehende Strecke die Anforderungen an einen Bergwanderweg nicht mehr erfüllte, musste sie gesperrt werden. Das prämierte Infrastrukturprojekt erneuert zwei Abschnitte und setzt eine rund 1,5 Kilometer lange historische Strecke wieder instand. «Wir sind sehr glücklich darüber, dass diese Verbindung mit lokaler und historischer Bedeutung nach Abschluss der Arbeiten wieder in das Wanderwegnetz aufgenommen wird», sagt Ottavia Bosello, Koordinatorin bei den Gemeinden Centovalli. Nebst der Erneuerung der beiden Wegabschnitte wird, mit finanzieller Unterstützung aus dem Mobiliar-Fonds «Brücken & Stege», auch eine 45 Meter lange Fussgängerbrücke saniert. Die Mobiliar, Hauptpartnerin der Schweizer Wanderwege, fördert mit dem Fonds die Sanierung oder den Bau von Brücken auf dem Schweizer Wanderwegnetz.

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Mit Familien ohne Risiko über die Fafleralp

Die Fafleralp im hinteren Teil des Lötschentals ist Ausgangspunkt einer beliebten Rundwanderung. Die knapp dreistündige Tour führt an den beiden kleinen Bergseen Grundsee und Guggisee vorbei. Unterwegs laden zudem zahlreiche kleine Bächlein zum Spielen und Stauen ein. Das Terrain ist übersichtlich und weist kaum exponierte Stellen auf, ideal für Wanderungen mit berggewohnten Kindern. «Der Rundweg ist für unsere Region ein wichtiges Angebotselement, das wir auf verschiedenen Kanälen empfehlen», sagt Elmar Ebener, Vizepräsident der Gemeinde Blatten, auf deren Boden der Weg liegt. «Doch die Qualität hat nicht mehr gestimmt.» Der Grund dafür: Schneedruck und abfliessendes Wasser haben dem Wanderweg in den letzten Jahren erheblich zugesetzt. An verschiedenen Stellen wurde das Trassee stark ausgewaschen. Für Familien mit Kindern, aber auch für ältere, nicht mehr vollständig trittsichere Personen entstanden damit Stolperfallen.

Deshalb hat die Walliser Berggemeinde ein Sanierungsprojekt ausgearbeitet. Mit einem Budget von rund 160 000 Franken sollen insgesamt acht Wegkilometer ausgebessert werden. An einzelnen Stellen besteht hoher Handlungsbedarf mit entsprechend viel Aufwand; auf längeren Abschnitten genügen hingegen minimale Eingriffe. Schadhafte Passagen können mehrheitlich mit Humus aufgefüllt werden; an neuralgischen Punkten werden Kiesfundationen eingearbeitet bzw. Steinplatten verlegt.

Auch dieses Projekt wird mit einem Beitrag des Post-Förderpreises finanziell unterstützt. Massgeblich für den Juryentscheid war der Umstand, dass die Attraktivität des Rundwegs mit massvollen Instandsetzungsmassnahmen verbessert und dadurch ein beliebtes Familienausflugsziel erhalten werden kann. Die Arbeiten werden unter Einbezug einer Zivilschutzequipe voraussichtlich ab Anfang Juni ausgeführt. Wenn das Wetter mitspielt, sollte der Fafleralp-Rundweg auf den Beginn der Sommerferien frisch instandgesetzt begehbar sein.

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Gefahrlos zum Berglistüber

Der Berglistüber im Kanton Glarus wurde bereits 1897 als einer der schönsten Wasserfälle der Schweiz beschrieben. Beim Bergli oberhalb von Linthal stürzt der Fätschbach über eine spektakuläre Felsformation in die Tiefe. Die Natursehenswürdigkeit ist auf einfache Weise zugänglich, denn sie liegt nur fünf Gehminuten von der Klausenpassstrasse entfernt. Für die Wanderung zwischen Linthal und dem Urnerboden bzw. dem Klausenpass ist der Abstecher zum Wasserfall deshalb eine attraktive Bereicherung.

Für das breite Publikum erwies sich der rund 300 Meter lange Weg in den letzten Jahren jedoch als zusehends ungeeignet: Mit bloss 60 bis 80 Zentimetern Breite war er sehr schmal und verlief obendrein teilweise über glitschige Felsstufen. Weil das angrenzende Gelände abschüssig ist, bestand an manchen Stellen zudem Absturzgefahr. Den heutigen sicherheitstechnischen Anforderungen an einen touristisch stark genutzten Wanderweg genügte die Strecke nicht mehr. Die zuständige Gemeinde Glarus Süd hat deshalb unter Einbezug der regionalen Tourismusorganisation, der Landeigentümer und der Glarner Wanderwege ein Sanierungsprojekt ausgearbeitet. Damit soll der Zugang auf einen zeitgemässen Sicherheitsstandard gebracht werden.

Das Vorhaben umfasst verschiedene Massnahmen. So wird der Weg auf 100 Zentimeter verbreitert. Dabei werden gleichzeitig Wurzeln und Geröll entfernt. Danach wird das Trassee mit einer Schotterschicht bedeckt. Passagen mit Gefälle werden mit rutschfesten Tritten aus Stahl ausgestattet. Ein talseitiger Maschendrahtzaun schützt Kinder und Erwachsene vor einem Absturz in die Tiefe. Eine Aussichtsplattform beim Wasserfall lädt zum Verweilen und Beobachten der stiebenden Wassermassen ein. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 200 000 Franken. Wenn alles planmässig läuft, können die Arbeiten auf den Sommer 2021 hin abgeschlossen werden. Die Jury des Post-Förderpreises unterstützt das Projekt mit einem Beitrag, damit dieser es ermöglicht, einen ausserordentlich schönen Ort für alle und insbesondere auch für Familien zugänglich zu machen.

Der Post-Förderpreis

In Rahmen der Partnerschaft zwischen den Schweizer Wanderwegen und der Schweizerischen Post werden jährlich mehrere besonders familienfreundliche Wanderwegprojekte unterstützt, die ohne finanzielle Unterstützung nicht hätten realisiert werden können.

Zu den weiteren Gewinnerprojekten

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Wandern mit Kindern Wanderwegförderung Partnerschaft Post-Förderpreis Die Post

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