• Auf dem Weg zum Jostsee.

    Auf dem Weg zum Jostsee..

    Münster — Grimselpass • VS

    Goms

    Der Gommer Höhenweg führt auf einer sonnigen Terrasse entlang des gesamten Goms von Bellwald bis Oberwald. Wie in einem Landschaftsfilm gleitet das urige Walliser Hochtal vorbei. Alte sonnen~ verbrannte Häuser, schmucke Kirchen und Kapel~ len und leuchtende Felder zeugen von einer Jahrhunderte alten Kultur am Fusse dreier Pässe und am Laufe der Rhone. Eisige Gipfel fächern angenehme Kühlung zu an heissen Tagen und beleben den Blick. Zwischendurch keucht die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die den Wandernden die Möglichkeit gibt, in jedem Talort auszusteigen und den Zugang zum Höhenweg zu nehmen. Wer diesen mit einem Aufstieg zum Grimselpass verbindet und gar noch einen Schwenker zum Jostsee macht, kann sicher sein, beinahe alles erlebt zu haben, was das Goms landschaftlich zu bieten hat: Wälder, Pässe, Berge, Gletscher und Seen. Bleibt nur noch, direkt einzutauchen in die Kultur. Dafür bietet sich Münster an. Hier lässt es sich gut zwischen Häusern flanieren, die mehrere Jahrhunderte auf dem Buckel haben. Und seinen Kaffee kann man trinken, wo dereinst Goethe und Thomas Platter schon einkehrten. Wer hier in den Gommer Höhenweg einsteigt, dem bietet der Tag Zeit genug, auch noch hinauf auf den Grimselpass zu gelangen.

    Information

    Hotel Restaurant Grimselblick
    Passhöhe, 3999 Grimselpass,
    Tel. 027 973 11 77, www.grimselpass.ch.

    Obergoms Tourismus AG, 3985 Münster,
    Tel. 027 974 68 68, www.obergoms.ch.

    Wanderung Nr. 0606

    Publiziert 2011 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Kornelia Stinn

    Münster
    0:00
    0:00
    Bärg
    0:30
    0:30
    Bine
    1:25
    0:55
    Gadestatt
    2:45
    1:20
    Altstafel
    4:05
    1:20
    Nassbode
    5:15
    1:10
    Jostsee
    6:05
    0:50
    Grimselpass
    7:20
    1:15
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Hoch hinauf zur Videmanette Nr. 1324
    Château d'Oex — Rougemont • VD

    Hoch hinauf zur Videmanette

    Château-d’Oex ist ein kleines Dorf, doch es begeistert schon am Start der Wanderung mit der ältesten Hängebrücke der Westschweiz, der Pont Turrian. Die 1883 erbaute Eisenbrücke ist eine der wenigen, die heute noch begehbar sind. Die Saane windet sich durch das Tal und weist den Weg zum Anstieg. Nach Harz und Tannennadeln duftet der Wald, der das Tor zum Naturschutzgebiet La Pierreuse markiert. «Die Steinige» wurde nach den grossen Geröllkegeln benannt, die sich am Fusse der hohen Felswände finden und der Landschaft ihren Charakter verleihen. Das grösste Naturschutzgebiet der Westschweiz, das sich über den ganzen Weg nach oben erstreckt, wartet auf mit Flachmooren, einer grossen botanischen Fülle, einer intakten Fauna sowie sichtbaren Spuren der Eiszeiten. Die Findlinge und die grossen Gesteinsblöcke, die die Gegend prägen, sind Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Für in Geologie oder Botanik Kundige bietet sich hier ein Tummelfeld an Entdeckungen. Doch auch der Laie erfreut sich der Vielfalt und lässt sich durch die Düfte der Pflanzen oder den Ausblick, der sich bereits beim Aufsteigen bietet, betören. Mit etwas Glück entdeckt man die Steinböcke, die kaum Scheu zeigen, sodass ein Betrachten aus nächster Nähe möglich ist ein ehrfurchtsvoller Anblick. Auch Gämsen, Murmeltiere, Luchse, Königsadler oder Birkhühner finden sich in diesem Terrain. Nach dem Aufstieg durch das steinige Voralpengebirge folgt ein kurzer ebener Abschnitt. Kaum hat man diesen passiert, offenbart sich hinter dem letzten Felsvorsprung ein beeindruckender Rundblick über die Berner Alpen und die Alpes vaudoises. Der Weg hinab führt hinter dem Kalkgebirge «Rubli» durch Alpwiesen und später erneut durch duftende und moosbewachsene Waldpassagen nach Rougemont.
    Zur Galmihornhütte im Goms Nr. 0945
    Reckingen VS — Münster VS • VS

    Zur Galmihornhütte im Goms

    Da thront sie hoch über dem Tal, sitzt majestätisch auf dem Bergrücken: die Galmihornhütte, das Ziel dieser Wanderung auf 2076 Metern. Am Startort, dem Bahnhof Reckingen (1298 Meter), schweift der Blick vom Berg über den jungen Rotten (die Rhone). Der Bergwanderweg führt zunächst der Strasse diesseits des stolzen Gewässers entlang und am historischen Stadel 1617 und der Barockkirche vorbei in den oberen Dorfteil. Das gelungene Dorfbild aus Alt und Jung verleitet zum Staunen. Steil geht es danach über Matten dem Weiler Wiler entgegen. Wer jetzt ein erstes Mal (gediegen) rasten möchte, folgt dem Gommer Höhenweg für etwa 300 Meter in Richtung Münster. Hier lädt eine Schaukelbank zum Blick auf die andere Talseite mit Blinnental, Stahlenkapelle und Blinnenhorn ein. Der Weg zweigt links ab und steigt bis oberhalb von Wiler zum nächsten Galmihorn-Wegweiser an. Durch Fichten, Föhren und Lärchen führt der Pfad weiter bergauf. Oberhalb von Tomabine führt die längere Route zur Galmihornhütte (1 h 20 min) links hoch. Durch den lichten Wald schlängelt sich der Weg höher und höher. Das Ziel bleibt immer im Blickfeld der Wandernden, bis sie in puncto Höhe an ihm vorbeigezogen sind. Über der Baumgrenze und unter Lawinenverbauungen empfängt sie ein roter Teppich, den die Alpenrosen mit ihren verfärbten Blättern bilden. Beim Punkt 2219 ist der Grat erreicht. Diesem wird absteigend gefolgt und die Wandernden befinden sich im Nu auf der Terrasse der Galmihornhütte. Jetzt bleibt Zeit für den fantastischen Ausblick talabwärts mit Weisshorn und Matterhorn wie talaufwärts mit dem Gallenstock als Fixpunkt. Der Abstieg in Richtung Münster ist steil und im oberen Teil wildromantisch. Ist der Gommer Höhenweg erreicht, kann die Oberschenkelmuskulatur entspannen. Jetzt geht es gemütlich bis zur Weggabelung oberhalb von Münster. Noch eine Abzweigung und nach wenigen Minuten sind die ersten Häuser erreicht. Hier reizt einiges: Rast, Restaurants, wie das historische Croix d‘Or, Einkauf oder ein Rundgang durchs schmucke Dorf.
    Rigi Nr. 0585
    Brunnen — Rigi Kaltbad • SZ

    Rigi

    Zwei besonders lohnende Wander‑Etappen am Vierwaldstättersee führen von Brunnen über Rigi Scheidegg (Übernachtungsgelegenheit im Berg~ gasthaus, Luftseilbahn) nach Rigi Kaltbad. Sie lassen sich natürlich auch einzeln absolvieren. Das erste Teilstück ist eine recht anspruchsvolle Tageswanderung, das zweite dann ein beschau~ licher Bummel auf dem Trassee einer stillgelegten Bahnstrecke. Bei Brunnen im Kanton Schwyz erhebt sich steil das Ostende des Rigi‑Massivs: der Urmiberg. Fast 800 Höhenmeter gilt es in einem einzigen Anlauf zu bewältigen ‑ das ist immerhin mehr als die Hälfte der Gesamtsteigung bis nach Rigi Kaltbad. Zum Lohn für die Mühe finden sich immer wieder Rastpunkte mit prächtigen Rund~ blicken auf Berge und Seen. Obwohl die Route als Bergwanderweg markiert ist, gibt es hier ‑ ausser an Fitness und Ausdauer ‑ keine alpinistischen Anforderungen. Ja, meist kann man auf Flur‑ und Waldwegen zu zweit nebeneinander gehen. Vom Urmiberg bis Rigi Scheidegg dominiert die alpwirtschaftliche Seite des Wandergebiets, wo es einzig den Sennen erlaubt ist, mit Motorfahrzeugen herumzukurven. Die zweite Etappe zwischen Rigi Scheidegg und Rigi Kaltbad ist dann stärker durch Ausflügler belebt. Hier kommen auch Freunde der Eisenbahntechnik auf ihre Rechung: Wo heute der weitgehend ebene Wanderweg verläuft, dampfte ab 1874 die 1931 stillegelegte Scheideggbahn. Das stählerne Viadukt bei Unterstetten und ein 75 Meter langer Tunnel zeugen noch von dieser Episode. Naturliebhaber dürfte es interessieren, dass das autofreie Erholungsparadies an der Rigi grossen Wert auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt legt.
    Bürgenstock Nr. 0254
    Stansstad — Bürgenstock, Hotels • NW

    Bürgenstock

    Bei den Hotels auf dem Bürgenstock beginnt eine der beliebtesten Wan­derungen der Zentral~ schweiz, die in den letzten Jahren jedoch nicht immer möglich war. Der im Jahr 1905 einge~ weihte Felsenweg musste nämlich mehrmals wegen Felsstürzen gesperrt werden. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ist er seit dem Sommer 2008 wieder durch­gehend begehbar.Auf den Bürgenstock selbst führen viele Wege, so schlängelt sich ein lauschiger Pfad von der Harissenbucht bei Stansstad über Fürigen und den Schiltgrat hinauf. Der Felsenweg schliesst sich nahtlos an. Atem­beraubende Blicke zum 500 Meter tiefer liegenden Vierwaldstättersee sind garantiert und auch der Hammetschwandlift sorgt für Staunen. Der spektakuläre Aussenlift befördert die Passagiere in 50 Sekunden auf die Hammet~ schwand, den höchsten Punkt des Bürgenbergs. Eine ver­führerische Aufstiegshilfe, doch auch der zweiten Teil des Felsenwegs ist ein echtes Highlight. Er führt durch Tunnel und Galerien zum Chän­zeli, schliesslich steigt man vollends hinauf auf die Hammetschwand. Interessant ist, dass sich der Hammetschwandlift auf Luzerner Boden befindet, das Plateau des Bürgenstocks hingegen zum Kanton Nidwal­den gehört. Wer einer Fahrt mit dem Lift doch nicht widerstehen kann, saust von der Hammet~ schwand mit 3,15 Metern pro Sekunde in der verglasten Panoramakabine senkrecht wieder hinab zum Felsenweg und wandert auf diesem zurück. Die anderen wählen den Bergweg durch Wald und Weiden hinunter zur nostalgischen Bürgenstockbahn. Seit dem Jahr 1888 verbindet die Standseilbahn die Hotelanlagen mit der Station Kehrsiten am Ufer des Vierwaldstättersees. Wer noch Zeit hat, wandert auf dem Uferweg über Kehrsiten-Dorf zum Ausgangspunkt Stansstad – ansonsten geht’s auch ganz gemütlich mit dem Schiff.

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    Tags

    Wallis Wallis Bergwanderung Sommer Höhen- und Panoramawanderung hoch

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