• Herbstliches Farbenspektrum im Wald bei Prêles

    Herbstliches Farbenspektrum im Wald bei Prêles. Bild: Sabine Joss

  • In der Twannbachschlucht

    In der Twannbachschlucht. Bild: Sabine Joss

  • Stellenweise stehen die Felsen nahe zusammengerückt.

    Stellenweise stehen die Felsen nahe zusammengerückt.. Bild: Sabine Joss

  • Blick zum Chasseral

    Blick zum Chasseral. Bild: Sabine Joss

  • Die Kirche von Ligerz ist beliebt für Hochzeiten.

    Die Kirche von Ligerz ist beliebt für Hochzeiten.. Bild: Sabine Joss

  • Auf dem Pilgerweg Via Jacobi durch die Rebberge

    Auf dem Pilgerweg Via Jacobi durch die Rebberge. Bild: Sabine Joss

  • Kurz vor Twann

    Kurz vor Twann. Bild: Sabine Joss

  • Winzerfest in Twann

    Winzerfest in Twann. Bild: Sabine Joss

    Twann, Bahnhof — Twann • BE

    Durch die Twannbachschlucht am Bielersee

    Als Friedrich Dürrenmatt seinen ersten Kriminalroman «Der Richter und sein Henker» schrieb, fand er in seiner Wohnregion am Bielersee die passenden Schauplätze dazu. Zwischen Twann, Lamboing und Ligerz kommt es in Dürrenmatts Werk zu dramatischen Szenen zwischen Kommissar Bärlacher und seinem Widersacher Gastmann. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Die Wanderung beginnt in Twann und führt durch die malerische Twannbachschlucht mit eindrücklichen Felsformationen, kleinen Wasserfällen und moosbehangenen Bäumen. Für den Unterhalt des Wanderwegs durch die Schlucht erhebt die Gemeinde eine Gebühr von zwei Franken, die am Eingang der Schlucht bezahlt werden kann. Nach dem Aufstieg ist auf der Hochebene am Fuss des Mont Sujet das Dorf Lamboing sichtbar, wo der Kommissar bei seinen Nachforschungen von einem Wachhund gebissen wurde. Nach Prêles geht es wieder in den Wald und am legendenumrankten Brunnen Fontaine de Velou vorbei hinunter Richtung La Neuveville. Mit schönem Blick über den Bielersee bis zu den Alpen folgt der Wanderweg dem Jakobsweg durch die goldgelben Rebberge und an der beliebten Hochzeitskirche von Ligerz vorbei zurück nach Twann.

    Information

    Ligerzer Winzerfest, laeset-sunntige.ch

    Restaurant Glasblaserei Zund, Lamboing, 032 315 10 17

    Hôtel-Restaurant de l’Ours, Prêles, 032 315 10 00, hoteldelourspreles.ch

    Wanderung Nr. 2276

    Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Sabine Joss

    Twann, Bahnhof
    0:00
    0:00
    Twannbachschlucht
    0:15
    0:15
    Prêles
    1:35
    1:20
    Fontaine de Velou
    2:20
    0:45
    Ligerz Pilgerweg
    3:45
    1:25
    Twann
    4:20
    0:35

    Wandervorschläge

    Durch die Combe Grède auf den Chasseral Nr. 2154
    Villeret — Nods, école • BE

    Durch die Combe Grède auf den Chasseral

    Am Bahnhof von Villeret spannt sich ein grosser gelber Winkel über den ganzen Fussweg und gibt die Richtung vor: «Chasseral par les Gorges de la Combe-Grède». Deswegen kommen die Touristen ins kleine Juradorf im St-Imier-Tal. Gleich zwei Topattraktionen der Region gibt es auf dieser Wanderung zu entdecken: Da wäre zum einen die Combe Grède, eine der spektakulärsten Schluchten im ganzen Jura. Sie ist das älteste Naturschutz- und Jagdbanngebiet des Kantons Bern. Hier leben unter anderem Adler, Murmeltiere und Gämsen, zudem gibt es eine aussergewöhnliche Vielfalt an Pfl anzen. Zum anderen ist da der Chasseral, jener 1606 Meter hohe Bergrücken, der dank einer riesigen Antenne vom halben Mittelland aus zu sehen ist und eine gute Aussicht bis zu den Alpen bietet. Vom Bahnhof geht man zunächst quer durch das Dorf und dann auf einer Nebenstrasse der südlichsten Jurakette entgegen. Bald führt der Weg in den Wald hinein und folgt nun immer dem – oft ausgetrockneten – Bachbett. Über viele Brücken, Treppen und Leitern geht es in die Höhe. Der weiss-rot-weisse Bergwanderweg ist im Winter geschlossen und wird im Frühling von Freiwilligen wieder instand gesetzt. Nach einem eindrücklichen Felsenkessel und einem letzten Anstieg erreicht man den Rastplatz Pré aux Auges mit einem – für das Juragebirge seltenen – Brunnen. Lohnenswert ist der Abstecher zum Aussichtspunkt La Corne, von wo man die Schlucht und das St-Imier-Tal überblickt. Über weitläufi ge Weiden führt der Wanderweg nun dem Gipfel des Chasseral entgegen. Nach der Ankunft ändert sich die Szenerie schlagartig: Weit unten glitzern die Jurarandseen im Sonnenlicht und in der Ferne die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Um das Restaurant und den Parkplatz herrscht an Wochenenden reges Treiben. Der Abstieg nach Nods erfolgt dann allerdings abseits der Strasse über einen teils aussichtsreichen, teils schattigen Wanderweg.
    Von Twann nach Ligerz zur St. Petersinsel (BE) Nr. 0929
    Twann — St. Petersinsel • BE

    Von Twann nach Ligerz zur St. Petersinsel (BE)

    Spritzige Chasselas und edle Blauburgunder: Die Pilger wussten früher genau, wo sich Glaube und Genuss am besten verbinden liessen. Die Route durch die Rebberge am Bielersee bot schon im frühen Mittelalter viele Gelegenheiten, «die Seele zu stärken». Unsere Wanderung führt vom «Propfhüsli» in Twann, in dem sämtliche Bielerseetropfen zu degustieren sind, auf dem Pilgerweg nach Ligerz, der durch zahlreiche Biorebberge führt. Die Zahl der Biowinzer hat in den letzten Jahren stark zugenommen, was zu einer Kulturlandschaft mit einer einmaligen Vielfalt an Pflanzen und Tieren geführt hat. Bruno Martin, Biowinzer in Ligerz, hat dazu wertvolle Informationen geliefert (siehe Vorwort und Video), die den Blick schärfen für die versteckten Naturwunder an diesen sonnenverwöhnten Hängen. Sehenswert ist auch die spätgotische Kirche in Ligerz mit der imposanten Gesetzestafel, die - einmalig in dieser Form - die zehn Gebote in französischer Sprache auflistet. Von Ligerz geht es entweder auf dem Seeweg weiter, oder man wandert via Erlach und danach auf dem Heideweg zum Klosterhotel St. Petersinsel. Seit 1989 ist die gesamte Insel Naturschutzgebiet. Einzige Gebäude sind der Gutsbetrieb und das Klosterhotel, das früher ein Cluniazenserkloster war. Die Betreiber legen eine grossen Wert darauf, eine Gastlichkeit zu pflegen, die der Ruhe der Insel Respekt zollt. Kulinarische Highlights sind Bioforellen vom Blausee und das Natura-Beef vom Inselbiohof. Vom Charme dieses Naturparadieses angetan waren offenbar auch Kaiserin Joséphine, die Könige von Preussen, Schweden und Bayern und - wie könnte es anders sein - Johann Wolfgang Goethe, der alles andere als ein Kostverächter war. Nicht zu vergessen Jean-Jacques Rousseau, der 1765 mehrere Wochen hier lebte und an seinem «Dictionnaire de Musique» arbeitete.
    Auf Hummelsuche im Jura Nr. 0881
    Sombeval — Courtelary • BE

    Auf Hummelsuche im Jura

    Die Wanderung von Sombeval nach Courtelary ist lieblich. Stoppt man hin und wieder und nimmt man sich etwas Zeit für die Hummeln am Südhang vom Vallon de St-Imier, sind die rund 500 Meter Höhendifferenz bis hinauf auf die Hoch-ebene des Montagne du Droit ein Pappenstiel. Das Bimmeln der Kuhglocken, das Pfeifen des Zugs Richtung La Chaux-de-Fonds und das Zirpen der Grillen begleiten die Wanderung akustisch. Und wer Hummeln sucht, wird natürlich bei jedem Summen in der Luft die Ohren spitzen - und erstaunt sein, wer da sonst noch unterwegs ist. Alle, die irgendwann genug von Insekten haben und sich lieber an grössere Tiere halten, werden sich auf die Stallungen der Stiftung für das Pferd bei Le Jeanbrenin freuen. Wenn es heiss ist, ruhen sich die sympathischen Vierbeiner tagsüber in ihren Boxen aus. Und dank den Plaketten an den Türen erfährt man jeweils, wie viele Jahre das Gegenüber auf dem Buckel hat. Und vielleicht sogar, worin seine Arbeit früher bestand - wie bei einem mächtigen Belgier, der einst für die Brauerei Feldschlösschen den Wagen gezogen hat und seinen Ruhestand offensichtlich geniesst. Ansonsten bietet die Wanderung alles, was man im Jura erwarten darf: eine Hochebene mit Weiden, auf denen mächtige Tannen stehen. Einen Ausblick runter ins Tal und hinüber auf den nächsten Hügelzug, den Chasseral. Und natürlich speziell viele Blumen, da die Wanderung durch zwei Trockenweiden von nationaler Bedeutung führt.
    Berglandwirtschaft im Neuenburger Jura Nr. 0861
    Col de la Vue des Alpes • NE

    Berglandwirtschaft im Neuenburger Jura

    Der Jura – er ist mit seinen maximal etwa 1700 m Höhe zwar nur der kleinere Bruder der Alpen. Aber für den Bauern, der mit seinen Feldern und Äckern und Tieren vom Wetter abhängig ist, hat auch er seine Herausforderungen. Regenwasser versickert blitzgeschwind im karstigen Untergrund, und das Vieh überlebt manchenorts Trockenzeiten nur dank Zisternenwasser. Im Winter fallen die Tempera‑ turen auf sibirische Werte, und messerscharfe Winde können zu jeder Jahreszeit über die exponierten Grate fegen. Manche Winter sind so lang, dass noch Anfang Juni Schnee in den Gipfelhängen liegt und die Schlüsselblumen und Osterglocken es erst grad durch den braunen Teppich des Vorjahresgrases geschafft haben. Die Wanderung vom Col de la Vue des Alpes zum Mont Racine ist eine herrliche Rundwanderung mit vielen Vorzügen. Sie ist mit knapp fünf Stunden zwar nicht kurz, die Auf‑ und Abstiege halten sich aber in Grenzen und verteilen sich angenehm über die ganze Strecke, und immer wieder bieten sich einem die schönsten Ausblicke – über den Neuenburger‑ und Murtensee, auf die Alpen und auf der anderen Seite auf den französischen Jura. Wichtig zu wissen: Der Ausgangspunkt auf dem Col de la Vue des Alpes ist mit dem Postauto meist nur mittwochs und an Sonntagen erreichbar – erkundigen Sie sich vor der Abreise. Wer diese Wanderung genüsslich und stilgerecht abschliessen will, kehrt für eine Rast in das Bauernhofrestaurant Gümmenen in der Nähe des Tête de Ran ein und geniesst im Schatten der grossen Bäume eine Polenta oder einen Risotto aus der Küche der Tessiner Wirtin, während gleich nebenan die Kühe und Rinder sich im saftigen Gras laben und der Hofhund Shiva friedlich an der Hausmauer döst und doch jeden neuen Gast freudig begrüsst.

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    3315T Chasseral–Vue des Alpes

    CHF 13.50

    232T Vallon de St-Imier

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    Tags

    Bern Jura Wanderung Sommer Rundwanderung Uferwanderung hoch T1

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