Dussnang, Brückenwaage — Elgg • ZH

Am Schauenberg auf historischen Wegen

Der Schauenberg oberhalb von Elgg im Kanton Zürich ist ein historisch bedeutender Ort. Das ist unschwer an den Mauerresten der Höhenburg zu erkennen, die hier um das Jahr 1300 stand. Schwieriger zu erkennen ist, weshalb der Weg, der zur Burgruine führt, im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS) aufgeführt ist, einer von vielen, auf denen das Wegnetz der Schweizer Wanderwege verläuft. Es ist dies der Auftrag des Bundesgesetzes über die Fuss- und Wanderwege und eine Massnahme, die den Erhalt und die Pflege dieser historischen Wege sichern soll. Der historische Weg zur Burg ist jener breite, von einer alten Dornbuschhecke begrenzte Weg, der vom Burghügel nach Westen zieht. Die Hecke ist stark ausgelichtet, der Fahrweg hat seinen historischen Charakter verloren. Trotzdem: Eine Wanderung auf den Schauenberg lohnt sich nur schon der Aussicht auf das Tösstal und die Alpen wegen. Mit Start im thurgauischen Dussnang wird der Ausflug zur anstrengenden Tageswanderung. Die grösste Herausforderung wartet zu Beginn: der Grat über den Taneggerbärg. Schmal ist er und mit ein paar ruppigen Passagen gespickt. Nach Niederwies wird im munteren Auf und Ab erst über Wiesen, später auf lauschigen Waldpfaden das Chabishaupt erklommen. Durch die Bäume ist gegenüber bereits der Schauenberg zu sehen. Dazwischen liegt – weit unten im Tal – der tiefblaue Bichelsee. Einmal steil bergab und auf der anderen Seite nicht minder steil wieder hoch, dann ist der Schauenberg erreicht. Auf dem letzten Abschnitt nach Elgg lockt mit dem wildromantischen Farenbachtobel und seinen zehn Brücken ein letzter Höhepunkt.

Informazione

Erreichbar ist «Dussnang, Brückenwaage» mit dem Bus ab Sirnach. Zurück mit dem Zug ab Elgg nach Winterthur oder Wil.

 

Restaurant Schauenberg, Huggenberg,
052 364 35 34, www.restaurant-schauenberg.ch
Wirtschaft zur Guhwilmühle, Sennhof,
052 364 21 63, www.guhwilmuehle.ch
Zahlreiche Restaurants in Dussnang und Elgg

Escursione Nr. 1917

Pubblicato 2021 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

Daniel Fleuti

Percorso dell'escursione

Dussnang, Brückenwaage
0:00
0:00
Taneggerbärg
0:44
0:44
Chabishaupt
2:06
1:22
Seelmatten
2:40
0:34
Huggenberg
3:06
0:26
restaurant
Schauenberg
3:54
0:48
Sennhof
4:40
0:46
Farenbachtobel
4:59
0:19
Elgg
5:31
0:32
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

Proposte escursionistiche

Schöne Aussichten auf dem Eggen Höhenweg Nr. 1512
Stein AR, Dorf — Trogen • AR

Schöne Aussichten auf dem Eggen Höhenweg

Es ist eine Best-Of Tour durch das Appenzellerland, die Wanderung von Stein via Teufen nach Trogen. Die schönen Rastplätze sind zahlreich, überall möchte man Pause machen: Unten am Fluss, wo man baden und bräteln kann. Hoch auf dem Grat mit schöner Aussicht auf den Alpstein. Oder doch lieber auf der idyllischen Lichtung, wo ein Meer von Butterblumen Frühlingsgefühle aufkommen lässt… Gleich zu Beginn der Wanderung in Stein locken das Appenzellerkäse-Museum mit viel Lokalkolorit, und das Örtchen Stein mit einem hübschen Dorfkern bei der Kirche. Für eine Rast ist es aber noch zu früh, rund fünf Stunden wollen noch unter die Füsse genommen werden. Es geht zuerst abwärts, auf schmalen Wegen hinunter zur Sitter. Der Fluss mündet hier in einer Verbreiterung, ein herrlicher Platz zum Baden und Picknicken. Steil geht es nach der Rast auf der anderen Seite wieder hinauf. Über weite Felder führt der Weg, vorbei am Kloster Wonnenstein und über einen Hügel in Richtung Teufen. Im Dorf kann Rast eingelegt werden. Oder man stoppt erst einige Höhenmeter weiter oben, beim Garten des Kräutermediziners A. Vogel. Ist der Kamm erreicht, geht es munter weiter, immer mit Aussicht auf den Alpstein. Der Säntis hängt noch etwas in den Wolken, der Altmann ragt keck hervor, Schäfler und Ebenalp sind so früh im Jahr noch schneebedeckt. Auf dem Eggen Höhenweg hingegen wärmt die Sonne frühsommerlich. Viele Bänke laden zum Sonnenbaden und Verweilen ein, bevor es bequem durch den Wald zum Endpunkt der Wanderung in Trogen geht.
Den See zu Füssen Nr. 1235
Brunnen — Vitznau • SZ

Den See zu Füssen

Wer auf dem Metallsteg steht, die steil abfallende Gesteinsplatte unter sich, der weiss, wie sich Gewinnerwanderwege anfühlen. Die Aussicht auf den See und die umliegende Bergwelt bei Fallenbach ist famos, und man sollte es sich nicht nehmen lassen, auch einen Blick auf die Seestrasse darunter zu werfen. Denn dort führte der Waldstätterweg vorher hindurch. Mit viel Engagement gelang es dem Amt für Wald und Natur- gefahren des Kantons Schwyz, die 1,3 Kilometer lange Asphaltstrecke auf dem Trottoir attraktiv eine Stufe höher - in den Hang - zu verlegen. Auf Holzstufen und Naturwegen gelangen Wandernde nun entlang von Trockenwiesen, Weiden und über einen kleinen Wildbach von Fallenbach nach Brünischart. Ein bestehendes Wegtrassee, gesäumt von Natursteinmauern, wurde dafür wieder in Schuss gebracht. Technischer Höhepunkt der Route: Der imposante 200 Meter lange Metallsteg. Viele gute Gründe für die Jury, das neue Teilstück des Waldstätterwegs mit dem Prix Rando 2016 auszuzeichnen. Am Bahnhof Brunnen startet die Wanderung und führt an den Waldstätterquai. 1870 wurde hier mit dem Waldstätterhof das erste Grandhotel in Brunnen eröffnet - es hat als einziges seiner Art bis heute überlebt. In Fallenbach verlässt der Weg mit dem Wanderland-Routenschild Waldstätterweg 98 die Seestrasse, und der Gewinnerabschnitt beginnt. Schmale Bergwanderpfade durch Wälder und über Weiden lassen immer wieder schöne Ausblicke zu, und es ist schnell klar, warum die Region früher wie heute Reisende aus aller Welt anzieht. Im südlich anmutenden Gersau empfiehlt sich eine Mittagsrast, bevor der zweite Teil der Wanderung in Angriff genommen wird. Erneut geht es hoch hinaus, bevor dann der Abstieg nach Vitznau ansteht: diesmal mit dem Bürgenstock im Visier.
Tannzapfenland Nr. 0487
Fischingen — Dussnang • TG

Tannzapfenland

Auf lohnenden Höhenwegen durch den Hinterthurgau Ab Bahnhofplatz Wil fährt der Bus nach Fischingen im stillen Murgtal, wo Interessierte den Ausflug gleich zu Beginn mit dem Besuch des bekannten Barockklosters bereichern können. Die Wanderroute führt durch den Wald, zuerst steil, dann mässig bergan. Bald wird der Blick frei auf die verstreuten Höfe, die überall an den teils bewaldeten Hängen liegen und ans Emmental erinnern. Bei Roopel ist der Aufstieg geschafft, und es folgt eine herrliche Höhenwanderung mit Sicht aufs Hörnli, gegen das Tösstal und natürlich über die Weiten des Thurgaus. Am einst höchstgelegensten Schulhaus vom Kanton Thurgau vorbei, führt die Route über Zingge zum Aussichtspunkt Sädelegg. Unter der prächtigen Linde lässt es sich gut rasten, Tische und Bänke laden zum Verweilen ein. Danach folgen Wandernde der Kantonsgrenze zum zürcherischen Sitzberg, wo es sich lohnt, die Wanderung kurz zum Betrachten der Kirchenorgel zu unterbrechen. Auf dem Höhenrücken führt der Weg weiter zur Wolfsgrueb. Bei Nässe oder wenig Trittsicherheit, sollte man hier den Weg nach Bichelsee einschlagen. Für alle anderen lohnt sich der Weiterweg nach Niderwis. Der Tanneggergrat verlangt dann die volle Aufmerksamkeit: es überrascht, mitten im Thurgau auf einen solch anspruchsvollen Gratweg zu geraten. Weiter geht es vorbei bei der Ruine der ehemaligen Burg Tannegg. Ein letzter Abstieg, dann ist Dussnang erreicht, dessen Dorfbild vom bekannten Kneippkurhaus geprägt wird.
Kanton Solothurn Nr. 0280
Balsthal — Bushaltestelle Wolfsschlucht • SO

Kanton Solothurn

Hinter der Klus in der vordersten Jurakette bei Oensingen öffnet sich weit gegen Westen das Tal der Dünnern, schlicht Thal genannt. Balsthal, Bezirkshauptort und in vergangenen Zeiten von wirtschaftlicher Bedeutung wegen seiner Lange an der Handelsroute über den Oberen Hauenstein, präsentiert sich heute als Tor zum gleichnamigen Naturpark Thal. 2009 wird dieser voraussichtlich als einer der Ersten vom Bund als Naturpark von nationaler Bedeutung ausgezeichnet. Der Weg steigt zunächst durch einen bunten Mischwald auf den Rücken des Sunnenbergs. Von Ost nach West zieht sich die streckenweise asphaltierte Route über den Grat, sie belohnt den Aufstieg mit einnehmenden Bergwirtschaften und wunderbaren Ausblicken: Bald linkerhand über Basel hinaus zu Vogesen und Schwarzwald, bald südwärts über das Mittelland zu den Schneebergen von Glarner, Urner und Berner Alpen spannt sich hoch und weit der Himmel. Grosszügig liegen die Juramatten auf dem Hügelzug - rechtzeitig hat die bereits in den 1940er‑Jahren errichtete Juraschutzzone planloser Zersiedelung einen Riegel vorgeschoben. Nachhaltige Raumplanung ist heute neben der Aufwertung der Natur, Angeboten für sanften Tourismus und der Förderung von regionalen Produkten eines der Hauptziele des Naturparks. Einen reizvollen Kontrast zum Höhenweg bietet der Abstieg durch die wild‑romantische Wolfsschlucht. Abenteuerlustige können bereits ab Tannmatt statt der Strasse den unmarkierten, eingewachsenen Feldweg wählen. Tief in das Kalkgestein geschnitten, verzückt die verwunschene Schlucht mit moosbewachsenen Baumstämmen, überhängenden Kalkfelsen, Höhlen und Unterschlüpfen, manche davon mit improvisierten Feuerstellen.

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