Courrendlin — Vicques • JU

Delémont überblicken

Vier Kilometer südöstlich von Delémont liegt Courrendlin, das sich beidseits der Birs erstreckt. Aussteigen heisst es an der Bushaltestelle «Courrendlin, écoles». 200 Meter südlich in Richtung Moutier, bei der Kreuzung ausgangs des Dorfes, startet die Wanderung. Linker Hand geht’s los, erst den Wald entlang, dann hindurch und über Weideland zur Bergerie, in deren Umgebung nicht Schafe, sondern Esel weiden. Dort zweigt die Route links ab und folgt ebenen Weges dem Waldrand, an einer Waldhütte vorbei. Beim gemütlichen Gehen lässt sich die Aussicht auf das Vallée de Delémont und das Val Terbi auskosten. Dann geht’s auf Kiessträsschen durch den Wald hoch und an zwei unerwartet auftauchenden Grotten vorbei. Die Route gelangt auf eine Forststrasse, dort wird rechts abgezweigt. Es folgt ein schönes Teilstück entlang der Krete Vaferdeau, die gern zum Klettern genutzt wird. Es eröffnen sich Ausblicke auf die Klus der Gorges de Moutier‑Courrendlin. Hier ist der Moment gekommen, das Sandwich auszupacken. Der Weg verlässt bald darauf den Wald und führt über eine Matte zur Besenbeiz des lokalen Skiklubs, die jeweils an Wochenenden geöffnet ist. Die Wanderweg‑Markierungen leiten weiter nach Rebeuvelier. Die Route führt durchs Dorf hindurch und danach in den Wald hinein in Richtung Vicques. Eine kleine Schlucht schmückt das Waldstück. An der Kreuzung ausgangs des Waldes wählt man den Wanderweg links. Schon von Weitem sticht ein dreieckiges Gebäude aus dem Dorfbild von Vicques heraus: Bei der Konstruktion aus dunklem Spannbeton mit vielen Glasfenstern, die an das Komplexauge einer Fliege erinnern, handelt es sich um die Kirche Notre‑Dame du Rosaire, die erstaunlicherweise bereits 1959 bis 1961 entstanden ist und bei deren Bau die Einwohner von Vicques teilweise Fronarbeit leisteten.

Informazione

Escursione Nr. 0569

Pubblicato 2011 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

Sentieri Svizzeri

Percorso dell'escursione

Courrendlin
0:00
0:00
La Bergerie
0:36
0:36
Montchemin
1:30
0:54
Rebeuvelier
2:12
0:42
Vicques
3:04
0:52
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

Proposte escursionistiche

Über die Krete des Fringelibergs Nr. 2362
Bärschwil, Dorf • SO

Über die Krete des Fringelibergs

Bärschwil liegt in einem Talkessel südlich von Laufen und nördlich eines Ausläufers des Kantons Jura. Rundherum liegen sanfte, bewaldete Hügel, die im Herbst feurig leuchten. Einer davon ist der Fringeliberg, auf den diese Wanderung führt. 1557 wurde der Gebirgszug von einem Solothurner Stadtbürger namens Andreas Fringeli gekauft und trägt im Volksmund seither seinen Namen. Noch heute sind Fringelis in Bärschwil wohnhaft und heimatberechtigt. Rasch ist das kleine Solothurner Dorf verlassen, und über eine Kuhweide geht es an Bützi vorbei aufwärts. Es folgt ein steiler Anstieg durch den Wald. Hier ist Vorsicht geboten: Unter dem Falllaub kann es nass und rutschig sein, zudem ist das Gelände uneben. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind gefragt. Zwischen den bunten Baumkronen ragen rechterhand senkrechte Kalkfelsen in die Höhe. Schliesslich bricht der Weg aus dem Wald heraus. Nun braucht es etwas Orientierung, da sich die Wegspur im Gras verliert. Folgt man der Signalisation, führt der Wanderweg geradewegs über die Wiese zum Weiler Vögeli. Auf einem Mergelweg wandert man mit Blick auf die Roti Flue gemächlich den Hang hinauf. Schliesslich biegt der Wanderweg links ab und führt auf den Rechtenberg, einen Abschnitt des Fringelibergs. Oben wartet ein hübscher Picknickplatz beim Naturfreundehaus. Danach wandert man auf der Krete weiter. Weisses Gestein blitzt zwischen roten Buchenblättern hervor. Auch hier besteht im Herbst Rutsch- und Stolpergefahr. Man ist fast allein unterwegs und geniesst fantastische Ausblicke auf das Schwarzbubenland, den Schwarzwald, die Vogesen und das Val Terbi. Nach einiger Zeit biegt der Wanderweg links Richtung Ober Fringeli ab. Von da gehts steil abwärts – erst durch Wald, dann über Landwirtschaftsland, vorbei am Haselhof, und schon bald ist man wieder mitten in Bärschwil.
Im Val Terbi Nr. 1809
Courchapoix, village • JU

Im Val Terbi

Das Val Terbi liegt östlich von Delémont und ist ideal für Wanderungen im Spätherbst. Und das umso mehr, wenn hier die Sonne scheint und der Nebel das Mittelland bedeckt. Auf dieser schönen Rundwanderung, die von Courchapoix über Montsevelier und wieder zurück führt, kann man die Ruhe dieser Region in vollen Zügen geniessen. Nachdem die Wandernden etwas höher gestiegen sind, um die Aussicht auf das Tal zu geniessen, und dann einige Felder überquert haben, folgen sie fast eben der Lichtung. Der Weg dringt hier und da in den Wald ein. In einer kleinen Geländefalte steht ein Schild, das die Legende der Hairodes, der kleinen Zwerge, erzählt. Hier kann man auch ihre Höhle besichtigen. Man erfährt zudem, dass der Ort früher von Köhlern und Eisenhandwerkern besiedelt war. Sobald die bewaldeten Hänge an der Grenze zum Kanton Solothurn verlassen sind, führt die Route nach Süden und erreicht in einer hügeligen Landschaft das Dorf Montsevelier. Ein schmuckes Dorf ist es, mit seinen alten Bauernhöfen und der Kirche, deren Relikte aus dem Jahr 1635 stammen. Nach einem kleinen, steilen Anstieg kann man den Ort von oben bewundern: Montsevelier liegt im Herzen der umliegenden Hügel. Der Weg führt nun in Richtung Westen weiter. Auch hier ist der Blick auf das Tal imposant. Linker Hand erscheint das Dorf Corban, rechts schweift der Blick auf den bewaldeten Hang. Noch ein paar Schritte, und der Ausgangspunkt Courchapoix ist erreicht.
Schattig und kühl unterwegs im Jura Nr. 1492
Bassecourt — Undervelier • JU

Schattig und kühl unterwegs im Jura

Im 3. Jahrhundert weigerte sich Kolumba von Sens, den Sohn des römischen Kaisers Aurelias zu heiraten und wurde ins Gefängnis geworfen. Eine Bärin soll sie dort vor einer Vergewaltigung geschützt haben. Als wäre das nicht schon bemerkenswert genug, verbrannte Kolumba einfach nicht auf dem Scheiterhaufen und so enthauptete man sie... Nun ist ihr eine Grottenkapelle geweiht, die am Ziel dieser Wanderung ist. Diese lohnt sich für alle, welche auf der Suche nach Abkühlung sind oder sich sonst gerne im Wald aufhalten. Gestartet wird in Bassecourt und man geht kurz auf Hartbelag. Hinauf geht es dann unter Blättern an die Côte de Frénois. Als ersten Zwischenhalt bietet sich die Waldhütte bei Pt. 751 an. Nach einer Stärkung ist der weitere Aufstieg mit einem kurzen steilen Stück gegen Ende ein Klacks. Beim Passieren des Kuhzaunes ist darauf zu achten, sich rechts zu halten. Man kann gleich dem Waldrand entlang die Böschung hoch. Oben geht es in Richtung La Jacoterie weiter. Kurz vor dem Hof sticht der Wanderweg wieder in den Wald hinein. Ab dort wird er schmaler und auf der linken Seite etwas abschüssig. Spuren von Kühen sind zu entdecken und man fragt sich, wie die grossen Tiere wohl diesen kleinen Weg geschafft haben. Danach ist Trittsicherheit gefragt: es geht im Wald in über 50 Kehren im Zickzack hinunter bis zum Flüsschen La Sorne. Idylle pur. Die Grotte der Kolumba befindet sich auf der anderen Seite der Sorne. Wollen die Wandernden nicht der Strasse entlang gehen, müssen sie wohl oder übel durchs Wasser waten. Was für eine Wohltat an einem warmen Tag! Die liebevoll eingerichtete Grotte kühlt zusätzlich ab. Man möchte verbleiben und dem Plätschern der Karstquelle zuhören, die frischen Blumen und Räucherstäbchen im Kerzenschein auf sich wirken lassen und zur Ruhe zu kommen. Gläubige waschen sich im Wasser, dem Heilkraft nachgesagt wird, die Augen und Füsse. Der Wallfahrtsort wird jeweils am 15. August besucht.
Im Hinterland von Delémont Nr. 0773
Delémont — Soyhières • JU

Im Hinterland von Delémont

Zu Beginn der Wanderung durch die Quartiere von Delémont ahnt kaum jemand, wie abgelegen einem die Landschaft ein paar Kilometer weiter und einige Schweisstropfen später vorkommen wird. Bald ist das letzte Haus aber passiert und ein Waldpfad führt den Hang hinauf zum Höhenrücken von La Haute Borne. Auf den Weiden bimmeln Kuhglocken und Katzen sind unterwegs am Mausen. Der Aufstieg ist geschafft, nun geht es nur noch ebenwegs und abwärts weiter. Vor dem Restaurant sitzen bereits einige Gäste unter den Bäumen und verleiten die Wandernden ebenfalls zur Einkehr an einem der Tische. Nach der gemütlichen Rast geht es steil durch den Wald hinunter zum Hof Grand Brunchenal. In diesem kleinen Tal scheint Delémont bereits weit entfernt zu sein. Ausser dem Bellen des Hofhunds ist nichts zu hören. Den Waldrand entlang ist die Combe du Vivier wenige Minuten später erreicht. In dieser Waldschlucht taucht der Besucher ein in eine andere Welt. Zwischen den hohen, mit Efeu behangenen und Moos bewachsenen Bäumen führt der Weg den murmelnden Bach entlang. Der nächste Ort scheint weit weg zu sein, und andere Wanderer sind hier kaum unterwegs. Räubergeschichten hätten hier unten jetzt bestimmt eine ganz besondere Wirkung. Doch bald endet die Combe. Vom Schatten des Waldes geht’s wieder hinaus an die Sonne. Die letzten paar hundert Meter führen der Strasse entlang bis zur Bushaltestelle in Soyhières.

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223T Delémont

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Tag

Giura Giura Escursione Estate per le famiglie Media

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