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Wanderreportagen

Winterpanorama à la carte

Auf einen Blick: Feldis GR
30.10.2025 • Text und Bilder: Andreas Staeger
Auf der Alp da Veulden gibt es eine grosse und eine kleine Winterwanderrunde.

Auf der Hochebene von Mutta oberhalb des Bündner Bergdorfs Feldis ist im Winter viel los. Skipisten und Schneeschuhtrails gibt es dort, auch eine Eisbahn sowie zwei Schlittelpisten. Besonders beliebt ist der Panoramaweg Feldis. Den Winterwanderweg gibt es gleich in zwei Ausführungen: Die grosse Runde führt in knapp zwei Stunden über die Alp da Veulden zum gefrorenen Bergsee Leg Palus und rings um den Felsrücken des Tgom’ Aulta herum. Wer weniger lang wandern möchte, nutzt den kleinen Rundgang vom Leg Palus über Plaun Panaglia.

Der Panoramaweg erfreut sich dank immer wieder wechselnder Ausblicke ins Domleschg, zum Weltnaturerbegebiet Sardona und zu den Gipfeln des Prättigaus reger Nachfrage bei Gästen von nah und fern. Die Route wird nach Schneefällen gespurt, kann aber auch begangen werden, wenn nur wenig Schnee liegt, denn sie verläuft nicht querfeldein, sondern auf Wegen, die auch im Sommer für das Wandern genutzt werden.

Der Panoramawanderweg wurde dieses Jahr mit dem Post-Förderpreis Winter prämiert. Durch das Preisgeld war es den Bergbahnen Feldis möglich, die bisher behelfsmässige Signalisation der beiden Rundwege auf den neusten Stand zu bringen. Ab diesem Winter bieten die neuen pinkfarbigen Wegweiser in der Winterlandschaft von Mutta gut sichtbare Orientierungshilfen.

Verschneite Hochebene im Domleschg
Mutta • GR

Verschneite Hochebene im Domleschg

Dieser Name ist Programm: Der Panoramaweg Feldis im Domleschg bietet eine grossartige Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Der präparierte und signalisierte Winterwanderweg ist als Rundweg angelegt. In leichtem Auf und Ab, jedoch ohne grosse Höhendifferenzen führt er mehrheitlich über verschneites Weideland, zwischendurch auch durch kleine Waldgebiete. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Sesselbahn von Feldis nach Mutta. Nimmt man die Runde im Uhrzeigersinn unter die Füsse, gelangt man zunächst zum Leg Palus. Von diesem gefrorenen Bergsee reicht die Aussicht bis zu den markanten Felswänden der Drusenfluh im Prättigau. Wunderbare Bergstille erlebt man auf dem nächsten Abschnitt. Sanft senkt sich der Weg zur Skihütte Term Bel. Ebenen Wegs geht es weiter zur Alp dil Plaun, wo das Panorama wechselt. Jetzt dominieren Heinzenberg und Piz Beverin den Horizont. Eine Aussichtsbank unweit der Alphütte bietet Gelegenheit, den prächtigen Ausblick ins Domleschg zu geniessen. Sollte sie bereits besetzt sein, braucht man nicht zu verzagen: Etliche weitere Sitzbänke säumen den Weg zur Skihütte Feldis. Kurz vor dem Ausgangs- und Zielpunkt der Rundtour befindet sich die Berghütte der Alp Raguta. Vor der Terrasse des Selbstbedienungsrestaurants breitet sich die höchstgelegene Natureisbahn Europas aus. Nicht einmal zwei Stunden dauert die Wanderung, doch in dieser Zeit erlebt man eine Fülle von prachtvollen Ausblicken. Wer die Tour trotzdem zu lang findet, kann eine einfache Alternative nutzen: Ein kürzerer Rundweg führt von Mutta ebenfalls zunächst zum Leg Palus und von dort über Plaun Panaglia direkt zur Skihütte Feldis. Für die Talfahrt benutzt man entweder die Sesselbahn – oder eine der zwei Schlittelpisten, die von Mutta nach Feldis hinunter angelegt sind. Schlitten können im Sportgeschäft bei der Talstation gemietet werden.

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Höchste Natureisbahn

Auf der Alp Raguta, unweit der Sesselbahn-Bergstation Mutta, befindet sich auf knapp 2000 Metern über Meer die höchstgelegene Natureisbahn Europas. Das Eisfeld misst 20 auf 45 Meter und wird jeden Winter in Handarbeit präpariert. Um den Aufbau und die Pflege kümmert sich ein Verein. Dank dieses Engagements kann man auf der Alp vor einer grossartigen Gebirgskulisse auf Natureis Curling spielen, Schlittschuh laufen oder Eisstock schiessen.

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Eisstockschiessen auf 2000 Metern Höhe.


Dreifach erschlossen

Das Gebiet Feldis/Mutta ist Teil der Schneeschuh-Arena Dreibündenstein. Die Hochebene Dreibündenstein ist nach dem Grenzpunkt benannt, an dem die historischen Drei Bünde – Vorläufer des heutigen Kantons Graubünden – aufeinandertrafen. Das Gebiet wird sowohl von Feldis als auch von Churwalden und Chur/Brambrüesch mit Sesselbahnen erschlossen und bietet damit eine grosse Vielfalt sowohl an einfachen als auch an anspruchsvollen Schneeschuhtouren.

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Ein Eldorado für Schneeschuhwandernde.


Kunst im Schnee

Der kleine Bergsee Leg Palus ist im Winter zugefroren und meist schneebedeckt. Etwas oberhalb davon stehen mehrere hohe, schlanke Holzskulpturen, die der Bildhauer Stefan Hübscher geschaffen hat. Die Figuren stellen Frauengestalten dar, die sich über die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde austauschen.

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Kraftvolle Frauengestalten aus Lärchenholz.

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    Andreas Staeger

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    Südostschweiz Magazin DAS WANDERN

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