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Aus der Wanderwelt
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Stadt der Genüsse

In Lausanne treffen alle Regionen des Waadtlandes kulinarisch aufeinander. Ein Streifzug durch die Stadt am Genfersee, in der viele Waadtländer Spezialitäten genossen werden können. Von einfach bis gediegen.
04.09.2026 • Text: Rémy Kappeler
Vom Tour de Sauvabelin sieht man Lausanne, den Genfersee und die Gipfel des Chablais.

Den Überblick zu haben, ist immer gut. Auf dem Tour de Sauvabelin oberhalb Lausannes hat man ihn. Nach 151 Treppenstufen steht man auf dem Turm aus Douglasienholz und sieht praktisch alles, was der Kanton landschaftlich zu bieten hat: die Alpen, den Jura, den Jorat, die Gegend bis Yverdon, den See. Und die Stadt, in die man auf dieser Genusstour eintaucht, erst durch den Wald, dann durch den Parc de l’Hermitage, hinunter zum Château Saint-Maire und zur Kathedrale, wo die Altstadt beginnt. Hier finden sich Spezialitäten aus allen Kantonsteilen. Man kauft Käse, Bier oder Schokolade, um sie gleich irgendwo auf einer Bank zu degustieren. Oder kehrt ein für ein Papet vaudoise, ein Malakoff, ein Fondue oder Filets de perche. Um schliesslich unten am See anzukommen, satt und zufrieden, eine imaginäre Waadtrundreise hinter sich habend.

Lausanner Kulinarikwanderung
Lausanne, Lac Sauvabelin — Lausanne • VD

Lausanner Kulinarikwanderung

Den Kanton Waadt kann man in einem Tag erleben. Jedenfalls kulinarisch. Ob Käse aus den Alpes vaudoises in der Käserei Macharet, Bier aus dem Jorat aus dem Laden La Mise en Bière oder Eglifilets aus dem Genfersee in der Brasserie de Montbenon in der gleichnamigen Esplanade: All diese Köstlichkeiten liegen bei dieser Stadtwanderung in Lausanne am Weg. Zu Beginn bringt der Bus die Wandernden nach «Lausanne, Lac Sauvabelin». Vom Seelein ist der Tour de Sauvabelin nur wenige Schritte entfernt. 151 Treppenstufen später belohnt einen das Panorama auf sämtliche Regionen des Waadtlandes. Danach geht es durch den Wald in den Parc de l’Hermitage. Beim Château Saint-Maire taucht man in die Altstadt ein, ganz nahe ist auch die Kathedrale Notre-Dame. Über die Escaliers du Marché führt der Weg zum Place de la Palud. Beim Schlendern durch die Altstadt und den moderneren Quartierteil Flon findet sich manch eine kulinarische Entdeckung. Der markierte Wanderweg umgeht nun den unübersichtlichen Verkehrsknotenpunkt Flon und bringt mit der Esplanade de Montbenon wieder Ruhe. Durch den Chemin des Croix-Rouges und über die Geleise erreicht man den kleinen Weinberg Languedoc. Nun geht es durch die Chemins de Bon-Abri und du Chouchant zum Vallée de la Jeunesse. Geschaffen für die Expo 64, ist der Park mit den terrassenförmigen Rosenbeeten, einem geschwungenen Betondach und den Spielplätzen einen Besuch wert. Weiter wandert man zum See und diesem entlang bis nach Ouchy, wo auf die Promenade de la Ficelle eingeschwenkt wird. Deren Name spielt auf die Standseilbahn an, die früher Material und Menschen ins industrielle Viertel von Flon transportierte. Unterdessen wurde sie von der Métro ersetzt. In Grancy oben – nahe dem Hauptbahnhof – lohnt sich der Abstecher in die Bäckerei Monco’Pain, um eine Tarte à la raisinée zu geniessen – ein Gebäck aus eingekochtem Apfel- oder Birnensaft aus dem Jura und dem Norden der Waadt.

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