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Praktisch ABO

Richtig weit wandern

Wer tagelang unterwegs ist, erlebt, wie befreiend es ist, nur das Nötigste im Rucksack zu tragen. Und nimmt kleine Komforteinbussen in Kauf. Worauf es beim Packen für eine Weitwanderung ankommt.
29.05.2026 • Text: Johannes Wessel / Outdoor Content HubBilder: Jürg Buschor
Beim Weitwandern – hier auf der Alta Via Calanca am Laghetto Moesola – sind kompakte Rucksäcke angesagt. © Jürg Buschor

Die Erkenntnis ist nicht wissenschaftlich belegt, sondern aus Erfahrung gewonnen: Man kann etwa 50 Prozent an Gewicht einsparen, wenn man bereit ist, in 20 Prozent aller Fälle nicht ganz in der Komfortzone zu sein. Beispiele für «Gewicht versus Komfort» könnten sein: die dünnere statt der dicken Isolationsjacke einpacken und möglicherweise beim Start am Morgen etwas frösteln. Oder die leichtere Regenjacke wählen, die zwar einem stundenlangen Regen standhält, aber nicht einem extremen Starkregen mit viel Wind. Zusammen genommen lassen sich mit der eingangs erwähnten Komfortzonenformel rund 700 bis 750 Gramm einsparen. Fast ein Kilo weniger im Rucksack – das merkt man bei jedem Schritt.

Der Effekt einer gewichtsoptimierten Ausrüstung ist auch in Kalorien – ein Ausdruck für die geleistete Arbeit – messbar: Ein Kilogramm weniger Gepäck senkt den Energiebedarf um etwa 25 bis 80 Kilokalorien täglich. Über fünf Tage summiert sich das auf 125 bis 400 Kilokalorien. Fazit: Umgerechnet muss man etwa vier Bananen oder sechs Äpfel weniger mittragen.

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